
Die Vegetation in alpinen Landschaften wird künftig voraussichtlich sehr anders aussehen
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APA/Harald Pauli
In den Gipfelregionen Europas gibt es immer mehr Pflanzenarten. Der Grund für diese mehrfach dokumentierte Entwicklung sind seit Jahrzehnten steigende Temperaturen, die Kältegrenzen vieler Gebirgspflanzen nach oben schieben. Doch das Bild täuscht: Die höhere Biodiversität geht auf Kosten von alpinen Spezialisten: Vor allem besser an Kälte angepasste Arten verschwinden zunehmend, berichtet ein Forschungsteam unter österreichischer Leitung im Fachjournal „Science“.
Die Wissenschafterinnen und Wissenschafter nutzten für ihre Studie das Netzwerk GLORIA (Global Observation Research Initiative in Alpine Environments), das in den 1990er-Jahren auf österreichische Initiative gestartete größte systematische Monitoringprogramm zu Klimaauswirkungen auf die Flora von Berggipfeln. Sie führten zwischen 2001 und 2022 vier Erhebungen über das Vorkommen und die Häufigkeit von Pflanzen auf Dauerbeobachtungsflächen auf 62 europäischen Berggipfeln in 16 Gebirgsregionen durch.