Österreichs Torhüter-Nachwuchs sorgt international für Aufsehen. Nach Nikolas Polster (ehemals RZ Pellets WAC, inzwischen NEC Nijmegen, Eredivisie Niederlande) und Christian Zawieschitzky (FC Red Bull Salzburg) rückt nun auch Salko Hamzić in den Fokus. Der 19-jährige WSG-Tirol-Schlussmann überzeugt zuletzt mit starken Leistungen – und weckt dabei Begehrlichkeiten beim bosnischen Nationalteam.

Kniete nieder und küsste den Rasen der Generali Arena nach dem ersten Bundesliga-Auswärtssieg der Tiroler seit sieben Jahren in Wien-Favoriten: WSG-Rückhalt  Salko Hamzić. Der maßgeblichen Anteil am 1:0-Sieg der Wattener bei der Wiener Austria hatte und vom bosnischen Nationalcoach Sergej Barbarez beobachtet wurde.

Junge Torhüter im Aufwind

Österreichs Torhüter-Talente sorgen derzeit für positive Schlagzeilen. Nikolas Polster wechselte Ende August vom WAC nach Nijmegen in die Niederlande. Beim FC Red Bull Salzburg gab Christian Zawieschitzky im Alter von erst 19 Jahren sein Debüt als neue Nummer eins und machte dabei auch das Nationalteam auf sich aufmerksam.

Ähnlich stark präsentierte sich zuletzt ein weiterer Youngster: Salko Hamzić. Der gebürtige Salzburger (17.09.2006) durchlief ebenfalls den Nachwuchs vom FC Red Bull Salzburg, ehe der 1,90 Meter große Goalie im Sommer zum Liga-Konkurrenten WSG Tirol wechselte.

Dort avancierte der 19-Jährige umgehend zur neuen Nummer eins. In den vergangenen beiden Bundesliga-Partien hielt der Wattener Rückhalt seinen Kasten sauber – zuletzt beim 1:0-Erfolg am Mittwochabend bei der Wiener Austria, zuvor am vergangenen Freitag beim 4:0-Triumph im West-Duell in Lustenau.

Bosnischer Verband zeigt Interesse

Die Leistungen des Torhüters blieben nicht unbemerkt. Laut „Kicker“ beobachtete Bosniens Teamchef Sergej Barbarez den 19-Jährigen höchstpersönlich am Verteilerkreis. Die Absicht dahinter scheint klar: Der bosnische Verband könnte versuchen, ein weiteres ÖFB-Nachwuchstalent abzuwerben.

Salko Hamzić ist aktuell U21-Teamkeeper des ÖFB und besitzt seit 2023 die österreichische Staatsbürgerschaft, nachdem ihn Ralf Rangnick in den ÖFB-Perspektivspielerlehrgang geholt hatte. Nun könnte er in Bosnien die Nachfolge des 30-jährigen Nikola Vasilj antreten. Diese Position gilt seit dessen Wechsel vom deutschen Bundesligisten 1. FC Union Berlin in die Saudi Pro League als Problemzone im bosnischen Tor.

Schnelle Entscheidung möglich

Zeitlich könnte es bald ernst werden: In der Nations League stehen für Bosnien Duelle gegen Polen, Rumänien und Schweden an. Berichten aus Bosnien zufolge will Barbarez den WSG Tirol-Torhüter bereits für diesen Kader nominieren.

Ob der ÖFB reagiert und versucht, den Keeper zu halten, bleibt abzuwarten – zumal sich mit Zawieschitzky bereits ein weiterer Kandidat für die Zukunft für Rot-Weiß-Rot aufdrängt.

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