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Markus Bauer
Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.

StarCraft 3 gehört seit Jahren zu diesen Spielen, die Fans gerne hätten, Blizzard aber einfach nicht ankündigt. Nun könnte plötzlich Bewegung in die Sache kommen. Und zwar aus einer ziemlich unerwarteten Richtung.

Der südkoreanische Publisher Nexon soll kurz davorstehen, einen Vertrag mit Blizzard abzuschließen, der dem Unternehmen die Entwicklungsrechte für einen neuen StarCraft-Nachfolger gibt. Das berichtet die südkoreanische Zeitung Chosun unter Berufung auf einen hochrangigen Vertreter der Spielebranche.

Nexon soll tatsächlich einen StarCraft-Nachfolger entwickeln dürfen

Besonders interessant ist die Formulierung der Quelle. Nach Abschluss des Vertrags soll Nexon die Entwicklungsrechte für einen Nachfolger des bestehenden StarCraft erhalten. Das geht deutlich weiter als frühere Gerüchte. Nexon kauft die Marke dabei offenbar nicht. StarCraft bleibt weiterhin Eigentum von Blizzard (beziehungsweise Microsoft). Die Südkoreaner würden lediglich die Rechte erhalten, ein neues Spiel innerhalb der Reihe zu entwickeln.

Ein Branchenvertreter erklärte gegenüber Chosun, der Vertrag zwischen beiden Unternehmen stehe unmittelbar vor dem Abschluss. Danach solle Nexon die Entwicklungsrechte für einen StarCraft-Nachfolger besitzen. Ob das Spiel am Ende tatsächlich StarCraft 3 heißen wird, ist noch offen. Wenn damit aber eine direkte Fortsetzung von StarCraft 2 gemeint ist, wäre genau das die naheliegendste Interpretation.

StarCraft 2: Wings of Liberty erschien bereits 2010. Die letzte große Erweiterung, Legacy of the Void, folgte 2015. Fans warten also seit mehr als zehn Jahren auf eine echte Fortsetzung.

Ganz neu ist Nexons Verbindung mit StarCraft für uns ebenfalls nicht. Bereits Anfang des Jahres berichteten wir darüber, dass Nexon offenbar ein eigenes StarCraft-Projekt vorbereitet. Damals deuteten die Informationen allerdings noch eher auf einen Shooter hin. Genau deshalb ist der aktuelle Bericht interessant. Jetzt ist ausdrücklich von den Rechten an einem Strategie-Sequel die Rede.

Gleichzeitig arbeitet Blizzard angeblich selbst an StarCraft

Noch komplizierter wird die Sache dadurch, dass offenbar mehrere StarCraft-Spiele gleichzeitig entstehen könnten. Blizzard selbst arbeitet Berichten zufolge weiterhin an einem Third-Person-Shooter im StarCraft-Universum. Das Projekt wurde ursprünglich von Bloomberg-Journalist Jason Schreier öffentlich gemacht und soll möglicherweise bei der BlizzCon 2026 gezeigt werden.

Der angebliche Shooter und Nexons Projekt müssen also nicht dasselbe Spiel sein. Im Gegenteil: Frühere Berichte deuteten bereits darauf hin, dass Blizzard und Nexon unabhängig voneinander an StarCraft-Projekten arbeiten könnten. Das würde bedeuten, dass die lange vernachlässigte Marke plötzlich gleich mit mehreren Spielen zurückkehrt.

Die BlizzCon könnte jetzt richtig interessant werden

Das Timing ist auffällig. Die BlizzCon 2026 findet am 12. und 13. September statt. Damit liegen zwischen dem aktuellen Bericht und Blizzards großer Hausmesse gerade einmal wenige Tage. Ein vollständig spielbares StarCraft 3 solltest du allerdings nicht erwarten. Wenn der Entwicklungsvertrag tatsächlich erst jetzt abgeschlossen wird, dürfte sich ein möglicher Nachfolger noch in einer sehr frühen Phase befinden.

Der Blizzard-Shooter könnte wesentlich weiter sein und wird deshalb aktuell als wahrscheinlicher Kandidat für die BlizzCon gehandelt.

Jetzt könnten wir vor einer ziemlich ungewöhnlichen Situation stehen: Blizzard entwickelt selbst ein neues StarCraft-Spiel, während Nexon möglicherweise StarCraft 3 übernehmen darf. Noch bleibt das ein Gerücht. Sollte der Vertrag aber tatsächlich abgeschlossen werden, wäre das Franchise so lebendig wie seit vielen Jahren nicht mehr.


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