Die halbjährliche Überprüfung der heimischen Aktienindizes bringt mehrere Änderungen. Mayr-Melnhof kehrt nach einem Jahr in den Leitindex zurück, während SBO ausscheidet.
Nach einem Jahr Abwesenheit kehrt Mayr-Melnhof Karton in den österreichischen Leitindex ATX zurück. Das hat die halbjährliche Überprüfung der heimischen Indizes durch das Indexkomitee der Wiener Börse ergeben. In Kraft treten die Änderungen mit 21. September 2026.
Für Mayr-Melnhof muss der Ölfeldausrüster SBO den ATX verlassen. Ausschlaggebend für die Zusammensetzung des Leitindex sind zwei quantitative Kriterien: der durchschnittliche tägliche Aktienumsatz und die Streubesitz-Kapitalisierung, also der Wert der frei handelbaren Unternehmensanteile.
RBI steigt in ATX five auf
Auch an der Spitze des Leitindex gibt es eine Veränderung. Die Raiffeisen Bank International (RBI), an deren Spitze seit Anfang Juli Michael Höllerer steht, wird künftig im ATX five vertreten sein. Dieser umfasst die fünf am stärksten gewichteten Aktien des heimischen Leitindex.
Konkret nimmt die RBI dort den Platz der voestalpine ein. Für die Bank bedeutet die Aufnahme damit den Aufstieg in den Kreis der fünf Indexschwergewichte an der Wiener Börse.
Semperit verliert an Gewicht
Eine weitere Anpassung betrifft Semperit. Deren Streubesitzfaktor wird von 0,4 auf 0,3 reduziert. Der Faktor bildet die Gewichtung der frei handelbaren Aktien eines Unternehmens in den Indizes der Wiener Börse ab. Grundsätzlich gilt: Je höher der Streubesitz, desto stärker kann eine Aktie im jeweiligen Index gewichtet werden.
Turnusmäßige Aktualisierung
Die Zusammensetzung der österreichischen Indizes wird jeweils im März und September überprüft. Grundlage ist eine quantitative Methodik nach einem festgelegten Regelwerk. Die nächste planmäßige Überprüfung findet im März 2027 statt, die Berechnungsparameter werden bereits im Dezember 2026 wieder aktualisiert.