Klima
Auch der August 2026 hat in Österreich und Oberösterreich Hitzerekorde gebracht. Er war der heißeste achte Monat des Jahres in der 260-jährigen Messgeschichte des Landes. In Linz haben die Temperaturen sogar die Werte überschritten, die 2019 in einer Simulation für die Zukunft prognostiziert wurden.
04.09.2026 06.15
Online seit heute, 6.15 Uhr
Im Projekt CLARITY wurde in Linz 2019 die Hitzebelastung der Zukunft für die Jahre 2021 bis 2050 simuliert. Mit den Ergebnissen wollte man Wege finden, um auf die Folgen der Klimakrise reagieren zu können.
Simulation deutlich übertroffen
Jetzt haben die aktuellen Temperaturen im August die prognostizierten Werte und alle bisherigen Rekorde übertroffen. Insbesondere die Anzahl der Tropennächte mit Temperaturen über 20 Grad Celsius und vor allem jene der Hitzetage mit mehr als 30 Grad Celsius hat zugenommen. Alexander Orlik, Klimatologe der Geosphere Austria, erklärt: „Die neuen Zahlen haben die alten Rekorde pulverisiert. Nicht nur in Linz, sondern auch in Ranshofen oder Weyer gab es 43 oder 42 Hitzetage.“

FOTOKERSCHI / WERNER KERSCHBAUMMAYR
In Weyer war es im August am heißesten – der Ort hält seit Juli mit 39,6 Grad auch den Allzeit-Hitzerekord im Land
Im August wurden zum Beispiel an den Linzer Messstellen doppelt so viele Tropennächte und in etwa dreimal so viele Hitzetage erfasst, wie die Simulationen im Mittelwert für die Jahre 2021 bis 2050 erwarten ließen.
Rekordhitze und Trockenheit
Von den 32 Wetterstationen der Geosphere Austria in Oberösterreich haben 28 neue Rekorde für August gemessen. Die höchste Temperatur wurde am 4. August mit 39,2 Grad in Weyer registriert.

Geosphere Austria
Gleichzeitig fiel der Niederschlag um etwa 40 Prozent geringer aus als im langjährigen Mittel, vor allem im Innviertel und im östlichen Mühlviertel herrscht Trockenheit. Zusammen mit dem trockenen Frühjahr habe es in Oberösterreich heuer viel zu wenig geregnet, so Orlik.
Ob der Niederschlagsmangel im Herbst noch aufgeholt werden kann, bleibe fraglich.