NEOS-Klubobmann Yannick Shetty fordert die Einführung einer österreichweiten „Integrationslandkarte“ nach dänischem Vorbild.

Ziel sei es, in einem wissenschaftlichen Lagebild jene Stadtteile, Grätzl und Bezirke sichtbar zu machen, in denen sich Parallelgesellschaften und Segregation entwickelten, um gezielt gegensteuern zu können, sagte Shetty in Interviews mit „Presse“, „Standard“ und „Krone“ (Freitag-Ausgaben).

Die Karte soll sich auf Kriterien wie hohe Arbeitslosigkeit und Langzeitarbeitslosigkeit, schwache Bildungsergebnisse, hohe Sozialleistungsabhängigkeit, überbelegte Wohnungen, geringe Deutschkenntnisse sowie eine geringe Teilnahme an Integrationsangeboten stützen.

Mehr Augenmerk auf „Integrationshotspot“

Wenn mehrere dieser Indikatoren über längere Zeit auffällig sind, soll ein Gebiet als „Integrationshotspot“ gelten, hieß es von NEOS gegenüber der APA.

Dort müssten dann Bund, Land und Gemeinde nachschärfen, etwa mit verpflichtender Sprach- und Bildungsförderung von klein auf, einer Neuordnung bei der Vergabe von Sozialwohnungen, mehr Sozialarbeitern und verstärkter Polizeipräsenz, so der Vorschlag.

Umsetzen soll die „Integrationslandkarte“ gemäß den Vorstellungen Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP). Man werde „innerhalb der Koalition darauf pochen, dass wir dieses Projekt nun umsetzen“, hieß es. Ähnliche erste Schritte gebe es bereits in Wien mit dem Integrations- und Diversitätsmonitor.