In der DDR gegründet

Nach Sanierung: Prater Galerie öffnet wieder

Aktualisiert am 03.09.2026 – 13:13 UhrLesedauer: 2 Min.

imago images 0201275761Vergrößern des Bildes

Eine Kunstinstallation von Reinhard Zabka vor der Prater Galerie im Jahr 1990: Der Ort prägte die Kunstszene Ost-Berlins in der DDR. (Quelle: IMAGO/Rolf Zöllner)

Vorlesen

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

1xArtikel teilen

Die kommunale Prater Galerie kehrt in die Kastanienallee zurück – mit einer Ausstellung, die ein lange übersehenes Kapitel DDR-Kunstgeschichte neu beleuchtet.

Am 3. September 2026 öffnet die Prater Galerie in der Kastanienallee 7–9 in Prenzlauer Berg nach umfangreicher Sanierung wieder ihre Türen. Das kündigten das Bezirksamt Pankow sowie die Galerie selbst an.

Gegründet wurde die kommunale Galerie 1967 in der DDR, als der Künstler Skip Pahler gegenüber dem Prater ein Ladenlokal bespielt hatte – mit dem Ziel, Kunst in den damaligen Arbeiterbezirk zu bringen. Seither besteht die Einrichtung mit wenigen Unterbrechungen und kehrt nun an ihren sanierten Standort zurück.

Eröffnung Prater Galerie: Ausstellung nur von Frauen

Zur Eröffnung zeigt die Galerie ab 18 Uhr die Ausstellung „Courage: Schwestern im Geiste“, die bis zum 3. Januar 2027 läuft. Zu sehen sind ausschließlich Arbeiten von Künstlerinnen: Yevgenia Belorusets, Christa Jeitner, Magdalena Jetelová, Lesia Pcholka, Luise Schröder, Gundula Schulze Eldowy, Natalia Vatsadze und Eva Vent. Kuratiert haben die Schau Katharina von Hagenow, Lena Prents und Susanne Weiß vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa).

Die Ausstellung ist Teil einer größeren Recherche: Das ifa untersucht in der Reihe „Publik Machen“ die Geschichte des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR, dessen grafischer Sammlungsbestand 1991 an das Institut überging. „Courage“ ist eines von sechs Kapiteln dieser Reihe, die 2026 gemeinsam mit dem Kunsthaus Dresden und vier weiteren Berliner Ausstellungshäusern realisiert wird.

Programmatisch konzentriert sich die Galerie auf zeitgenössische Kunst aus dem östlichen Europa und verbindet diesen Fokus mit einem Blick auf die Kunstgeschichte Ost-Berlins der 1960er bis 1990er Jahre. Neben dem Ausstellungsbetrieb bietet sie ein digitales Programm sowie Angebote zur kulturellen Bildung an. Ebenfalls zum 3. September nimmt die benachbarte Volksbühne zur neuen Spielzeit ihren Betrieb wieder auf.