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Wenige Stunden vor Ozzy Osbournes Tod telefonierte Tony Iommi noch mit seinem langjährigen Freund und Weggefährten.

Der Black-Sabbath-Gitarrist erinnert sich ein gutes Jahr nach Ozzys Beerdigung an das letzte Gespräch, die bewegende Abschiedsshow und daran, wie erschütternd es war, Ozzy nach zwei Jahren wiederzusehen.

„Ich habe in der Nacht vor seinem Tod mit ihm gesprochen“, erzählt Iommi in Eddie Trunks Talk-Show bei SiriusXM. „Ziemlich gespenstisch. Er sagte: ‚Ich fühle mich wirklich müde.‘“ Er selbst habe das nicht als etwas Außergewöhnliches wahrgenommen. „Ich sagte: ‚Ja, ich bin auch müde. Du weißt schon, die Nachwirkungen von allem.‘“

Kurz darauf war Ozzy tot. „Es war wirklich ein höllischer Schock.“

Der Sänger starb am 22. Juli 2025 im Alter von 76 Jahren – nur 17 Tage nach dem letzten großen Auftritt von Black Sabbath beim Benefizkonzert „Back to the Beginning“ im Stadion von Aston Villa in Birmingham. Für Iommi war dieser Abend weit mehr als nur ein weiterer Auftritt.

Regelmäßiger Kontakt über Jahrzehnte

Iommi und Osbourne standen über Jahrzehnte hinweg immer wieder miteinander in Kontakt, obwohl sie längst auf unterschiedlichen Seiten des Atlantiks lebten – Ozzy in Kalifornien, Iommi in England. Die beiden telefonierten regelmäßig.

Vieles davon habe sich, erzählt Iommi, um Alltägliches gedreht. „Was ist diese Woche so los?“, habe man sich gegenseitig gefragt. Mal sei es um Schmerzen im Arm gegangen, mal um Probleme mit dem Fuß. Es seien, wie Iommi sagt, die „ganz normalen Gespräche“ gewesen.

Gleichzeitig hatte er Ozzy rund zwei Jahre lang nicht persönlich gesehen. Das änderte sich erst bei den Proben für „Back to the Beginning“. Der Eindruck, den Ozzy bei dieser ersten Begegnung auf ihn machte, war tiefgreifend.

„Ich war wirklich schockiert, als ich ihn sah“, so Iommi. „Wir waren geschockt, ihn hereingetragen zu sehen. Ziemlich traurig.“

Ein Schlussstrich am Ort des Ursprungs

Mit dem Konzert in der alten Heimat bekamen Black Sabbath die Gelegenheit, dort einen Schlussstrich zu ziehen, wo alles begonnen hatte. Für Iommi war das entscheidend: noch einmal gemeinsam mit Ozzy, Bill Ward und Geezer Butler auf einer Bühne zu stehen und die Geschichte der Band tatsächlich zu Ende zu erzählen.

Ganz selbstverständlich war die Reunion für Iommi keineswegs. Nach der „The End“-Tour habe er eigentlich das Gefühl gehabt, „das war’s jetzt“.

Erst der Charakter des Konzerts änderte seine ablehnende Haltung: Die Einnahmen sollten für wohltätige Zwecke verwendet werden, zahlreiche große Namen aus der Rock- und Metalwelt sagten ohne Komplikationen ihre Teilnahme zu.

Sorge um Ozzys doppelten Auftritt

Dass Ozzy an diesem Abend gleich zweimal auf die Bühne ging, bereitete Iommi allerdings Sorgen – zunächst ein eigenes Set mit seiner Soloband, anschließend der Black-Sabbath-Auftritt.

Iommi hatte ihm strikt davon abgeraten. Er fürchtete, Ozzy könnte seine Stimme überlasten und die körperliche Belastung unterschätzen. Doch die Entscheidung war gefallen: Ozzy trat zweimal auf und brachte beide Sets auch zu Ende.

Für Tony Iommi bleibt deshalb nicht nur die Erinnerung an einen historischen Abend, sondern vor allem an einen Menschen, mit dem er einen Großteil seines Lebens geteilt hat. „Ich vermisse diese Tage“, sagt er. „Ich vermisse es, mit ihm zu sprechen.“