Am morgigen Samstag geht es zur besten Primetime (Ankick 20:30 Uhr, Ligaportal-LIVETICKER) für den SK Rapid im Wörthersee-Stadion, wo bekanntlich seit Jahren am 1. Mai auch das Cup-Finale stattfindet, um den Einzug ins Achtelfinale des UNIQA ÖFB Cups. Es ist in Kärnten das erste Duell mit Austria Klagenfurt, seit diesem Sommer in der Regionalliga Süd spielend, seit knapp zwei Jahren. Am 11. August 2024 trennten sich die beiden Klubs in der Bundesliga mit einem 1:1-Remis, bei dem der derzeit zur WSG Tirol verliehene Moritz Oswald sein erstes und einziges Pflichtspieltor für seinen Stammklub erzielen konnte.

In der ersten UNIQA-ÖFB-Cup-Runde war Tonni Adamsen (r.), hier mit dem deutschen Linksverteidiger Jannes Horn, der „Man of the Match“ und erzielte auswärts gegen den SV Wienerberg seine Einstandstore für den SK Rapid. Neben einem Doppelpack lieferte der 31-jährige Däne auch den Assist zum 3:0-Endstand.
„Auch wenn das Resultat in Salzburg nicht gut war, habe ich viele positive Aspekte in unserem Spiel gesehen“
Die Gastgeber besiegten in der ersten Runde in einem Lokalderby ATUS Velden mit 2:1 und konnten in der Regionalliga Süd bisher vier von fünf Partien gewinnen, lediglich gegen den SK Treibach, dem Erstrundengegner des SK Rapid in der Saison 2023/24, kassierten sie eine Niederlage. Auch die Mannschaft um Kapitän Matthias Seidl holte aus den ersten vier Ligapartien zwölf Punkte, zuletzt setzte es aber für die Hütteldorfer bekanntlich eine deutliche 1:5-Niederlage in der Nachtragspartie am Mittwochabend auswärts beim FC Red Bull Salzburg.
Trotzdem fährt der grün-weiße Tross am Freitagnachmittag mit ausreichend Selbstvertrauen nach Klagenfurt. Coach Johannes Hoff Thorup dazu:
„Auch wenn das Resultat in Salzburg nicht gut war, habe ich viele positive Aspekte in unserem Spiel gesehen. Wenn wir aus der Niederlage lernen und unsere Schwächen im Abwehrverhalten vom Mittwoch beheben, werden wir die nächste Runde erreichen. Wir sind der Favorit, aber werden der Rolle nur dann gerecht werden, wenn wir uns auf unsere Stärken besinnen. Ich weiß, dass unser Gegner höhere Ansprüche als ein typischer Drittligist hat. Sie haben bis vor kurzem in der Bundesliga gespielt und versuchen, rasch wieder dorthin zu kommen.“
Oliver Glasner machte in England Hoff-Thorup einen Strich durch die Rechnung
Der nationale Pokalbewerb hat für den dänischen Rapid-Cheftrainer nicht erst seit seiner Zeit bei Norwich, im Mutterland aller Cup-Competitions, einen hohen Stellenwert: „Der Cup ist ein enorm wichtiger Bewerb und eine tolle Gelegenheit sich für einen europäischen Startplatz zu qualifizieren. In Dänemark bin ich leider zweimal im Semifinale am Einzug ins Endspiel gestartet, in England hat mir der österreichische Coach Oliver Glasner im Carling-Cup einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich bin ein Fan der Pokal-Bewerbe und weiß, wie wichtig der ÖFB-Cup für die Fans und unseren Klub ist. Daher freue ich mich sehr auf das Spiel in Klagenfurt und hoffe, dass wir im Wörthersee-Stadion im Frühjahr ein weiteres Match haben“, so der 37-jährige Coach.
Die Mannschaft reist bereits am frühen Freitagnachmittag nach Kärnten, wo dann am übernächsten Samstag auch das nächste Bundesligaspiel beim Wolfsberger AC im Lavanttal auf dem Programm steht. Vorerst gilt aber selbstverständlich der volle Fokus dem Schlager in der zweiten Runde des ÖFB-Cups.
Weitere Termine der Saison 2026/27 im UNIQA ÖFB Cup:
Achtelfinale: 27. bis 29. Oktober 2026
Viertelfinale: 9. bis 11. Februar 2027
Halbfinale: 2. bis 4. März 2027
Finale: 1. Mai 2027
Siehe auch:
SK Rapid verzichtet auf Amane-Ersatz – Katzer erklärt Transferplan
Fotocredit: gepa-wien-energie