Nach 50 Jahren gibt es ein Comeback des GAK im Eishockey.
Der schnellste Mannschaftssport der Welt hat beim Grazer Stadtklub eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Nach mehreren Versuchen der Einführung ab 1907 wird im Dezember 1925 letztlich erstmals eine Eishockey-Sektion gegründet, die zunächst bis 1935 besteht. Von 1928 bis 1932 nimmt die Mannschaft an der steirischen Liga teil, danach an der Provinzmeisterschaft 2. Klasse Ost.
Vor allem auf Initiative von Gottfried Hauser wechseln 1953 einige Spieler vom ATUS Eggenberg (später: ATSE Graz) zum GAK, die Sektion wird wieder reaktiviert. Bis 1962 bleibt man in der Steirischen Liga und steigt dann als Meister in die 3. Spielklasse auf. 1967 gelingt der Aufstieg in die 2. Liga und letztlich 1970 jener in die Bundesliga, in der man eine Saison bleiben kann. Dort finden auch die bisher einzigen Stadtderbys auf höchster Ebene mit dem ATSE statt.
Ein Wiederaufstieg gelingt aber nicht mehr. Nach finanziellen Schwierigkeiten muss die Sektion 1973 wieder in der Landesliga beginnen, als Spielgemeinschaft mit der Grazer Sportvereinigung (GSV), und spielt in der Folge in der drittklassigen Oberliga bzw. Regionalliga. Als 1976 der Fortbestand mit dem Sponsoring eines Präservativherstellers gewährleistet werden könnte, lehnt der Vereinsvorstand dies aus moralischen Gründen ab und die Sektion muss daraufhin ihren Spielbetrieb einstellen. Viele rote Cracks setzen ihre Karriere bei der GSV fort.
50 Jahre nach dieser weitreichenden Entscheidung kehrt der GAK wieder auf das Eis zurück. Mit dem Vorstand Rudolf Stübler (Obmann), Christian Holzer (Kassier) und DI Peter Niedermaier (Schriftführer) sowie dem sportlichen Leiter Gilbert Kühn wird zunächst in der Nationalen Hockey Liga (NHL) Graz angetreten, einer der größten und aktivsten Hobby-Eishockey-Ligen Europas mit 2.500 Spielern. Spielort ist die Eishalle Hart bei Graz, gestartet wird in der spielstärksten Gruppe A. Dort stehen sehr viele ehemalige Profis auf dem Eis, auch beim GAK werden namhafte Spieler mit Bundesliga-Erfahrung im Kader sein.
Der Plan ist, dort einmal drei bis vier Jahre zu spielen, um den Verein in Ruhe aufbauen zu können und perspektivisch auch eine Nachwuchsarbeit aufzubauen. Danach ist ein Gang in die dritte nationale Liga denkbar, dort würde man auch wieder auf den alten Rivalen ATSE treffen. Mit dem GAK-Stammverein wurde nun ein entsprechender Lizenzvertrag unterzeichnet und der Verein gegründet.
Neben Fußball, Tennis, Wasserspringen und Basketball kehrt nun also Eishockey wieder in die rote Vereinsfamilie zurück. Daneben wurde 2026 beim GAK-Tennis mit Padel bereits eine weitere, neue Sportart eingeführt.
Weitere Updates zum Projekt GAK-Eishockey NEU folgen in den nächsten Wochen, auch weitere Internetkanäle werden eingerichtet:
Homepage: nhl-graz.com
Facebook: facebook.com/gakeishockey
Ein geschichtlicher Überblick zum Eishockey beim GAK:
Gründung und Überblick
Bundesliga-Saison 1970/71
Entwicklung bis 1976
Fotos: © GAK-Eishockey/NHL Graz, Archiv Hansi Schilcher
Titelfoto: GAK gegen ATUS Eggenberg, dem späteren ATSE Graz, mit Torhüter Günther Schilcher © Archiv Hansi Schilcher
Anrissfoto: Das Logo des neuen GAK-Eishockey © GAK-Eishockey/NHL Graz