Bei keinem russischen Angriff in diesem Jahr sind so viele Menschen gestorben wie jüngst im ukrainischen Dorf Myla. Vor wenigen Tagen traf eine russische Drohne ein Munitionsdepot in dem kleinen Ort nahe der Hauptstadt Kyjiw. Die Explosion war so gewaltig, dass sie ganze Teile des Dorfes zerstörte. Insgesamt wurden in Myla in der Nacht des Angriffs am 28. August 38 Menschen getötet, 52 wurden verletzt, etwa 300 Häuser beschädigt.
Am selben Tag fand der ukrainische Geheimdienst SBU auch Trümmerteile der eingesetzten Waffe: eine Drohne der neuen Generation, bekannt unter dem Namen Geran-4. Die neuen Drohnen werden von kleinen Düsenmotoren angetrieben – wie ein Kampfflugzeug in Miniatur. Sie fliegen etwa 500 Kilometer pro Stunde. Das ist etwa doppelt so schnell wie bisherige russische Modelle. Die neuen Einmalflieger dürften Russland für die kommenden Monate einen Vorteil verschaffen und die Ukraine vor große Probleme stellen.