Album Nummer 13 aus dem Hause Tanzwut bietet gewohnten Fanservice. Es rockt mal härter, mal seichter, mal mit Dudelsäcken, Geigen und Cello, mal Richtung NDH, dann wieder als klassischer Mittelalter-Rock. Laut Band wird ein Kontrast zwischen Aufbruch und Innehalten betont, als Abrechnung mit der Kälte der heutigen Zeit. So wird der aufkommenden KI-Schwemme der Titel ‘Die Sänger singen noch’ entgegengehalten, welcher sowohl in einer regulären, als auch einer mit diversen Gastsängern (von unter anderem Saltatio Mortis, Sotiria, Subway To Sally, Heldmaschine, Mono Inc.) erweiterten Variante aufwartet und zu den Höhepunkten der Scheibe gehört. Emotional und mit­reißend oder, je nach Perspektive, kitschig. Aber neue Hörerkreise werden nicht im Fokus gestanden haben, sondern die solide Fan-Basis gebührend zu unterhalten. Wobei es auch kleinere Überraschungen wie ‘No Future’ gibt, welches recht ungewohnt, aber gewollt punkig aus den Boxen kommt. Ansons­ten geht es teils balladesk ans Werk wie bei ‘Ewig wie das Eis’ oder dem Titel-Song. Aus Fan-Perspektive passt bei HERZ AUS STEIN somit alles. Und das über 13 neue Songs in makelloser Produktion, welche wie gewohnt eine große musikalische Vielfalt bieten.

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