Es gibt Alben, die verkörpern geradezu perfekt, was in meinen Ohren vier Punkte als Bewertung verdient. Im Melodic Black Metal sind das etwa die der Norweger Sworn, die immer ein wenig unter dem Radar fliegen, weil sie ihre Musik selbst veröffentlichen und früher eines der schlechtesten Band-Logos unter Odins Schatten hatten. 2023 kam dann A JOURNEY TOLD THROUGH FIRE, das ähnlich wie oft in der Mode den Zeitgeist der Straße traf und plötzlich als heißer Scheiß gehandelt wurde, obwohl nichts daran originell, vieles aber handwerklich gut war. NULL CROWNED THE INFINITE sieht die Band nun erneut auf der Jagd nach Zuneigung, mit gesteigertem Selbstbewusstsein, was aber auch nicht dazu führt, dass ich hier mehr als die wohlwollende Vier zücke. Warum? Wer mit einem Zwölfminüter einsteigt (‘The Starless Origin’) braucht mehr Argumente als diese soliden Riffs, und wer ein etwas abstruses kosmischen Konzeptalbum vom Stapel lässt, sollte vielleicht auch musikalisch reflektieren, was er da erzählt. Aber wer etwa bei Vorga Spaß hat, kann hier wenig falsch machen …
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