Nach nur zwei Tagen hat es The Runner auf Platz 1 der aktuell beliebtesten Filme bei Amazon Prime geschafft. Der neue Action-Thriller folgt Gal Gadot bei einer Hatz durch London und kommt mit einer schlanken Laufzeit von nur 84 Minuten daher. Doch sind diese wirklich lohnenswert? Die Reaktionen sind überwiegend negativ.

Abermals können wir folgendes Phänomen bezeugen: Nur weil ein Film erfolgreich ist, heißt das nicht automatisch, dass er besonders gut ist. Trotz spannenden Konzepts und eines Hollywood-Stars in der Hauptrolle kommt The Runner bei der Fachpresse gar nicht gut an – und die Prime-Abonnent:innen zeigen sich ebenfalls verhalten.

The Runner bei Amazon Prime: Der Action-Thriller mit Gal Gadot fällt bei Kritik und Publikum durch

Beim Review-Aggregator Rotten Tomatoes  kommt The Runner auf einen vernichtenden Score von gerade einmal 10 Prozent bei der Kritik. Das Publikum zeigt sich mit 44 Prozent positiven Stimmen etwas gnädiger, doch nach einem wirklich sehenswerten Film klingt das nicht. Nick Schager von The Daily Beast  resümiert:

Aufdringlich, nervtötend und völlig prätentiös – ein Paradebeispiel für Kopfschmerz-Kino.

Auch der Blick zu Metacritic  zeichnet ein niederschmetterndes Bild: 29 von 100 Punkten gibt es im Durchschnitt von der Kritiker:innenschaft, während das Publikum 3,4 von 10 Punkten gibt. Die IMDb -Wertung liegt mit 4,2 von 10 Punkten etwas darüber. Bei Letterboxd  wurden bislang 2,2 von 5 Sternen im Schnitt vergeben.

Am besten kommt der Film bei Moviepilot weg: 5,2 von 10 Punkten. Von einer klaren Empfehlung sind wir hier aber auch weit entfernt. Kritisiert werden vor allem die hektische Inszenierung und das schwache Drehbuch, das sich komplett verbiegt, um irgendwie die Handlung am Leben zu halten, ohne sonderlich spannend zu sein.

Brian Tallerica fasst bei RogerEbert.com  zusammen:

Wir verzeihen im Namen der Unterhaltung eine ganze Menge unlogischer Handlungselemente, aber Mark Gibsons Drehbuch für The Runner treibt diesen Toleranzpegel nicht nur weit in den roten Bereich, sondern schenkt Dingen wie normalem menschlichem Verhalten oder sogar der tatsächlichen Funktionsweise moderner Technologie kaum Beachtung. Schlichtweg beleidigend.

Selbst wenn sich Gadot mit voller Energie in die körperlich herausfordernde Rolle einer Frau stürzt, die durch die Straßen von London rennt, um ihren entführten Sohn zu retten, reicht das nicht, um die knapp eineinhalb Stunden in einen packenden Action-Thriller zu verwandeln. Der neue Platz 1 bei Amazon Prime ist offenbar eine Niete.

Die nächste Runner-Chance steht schon vor der Tür – dieses Mal mit Alan Ritchson in der Hauptrolle

Die nächste Chance auf einen guten Film mit dem Wort Runner im Titel kommt jedoch bald: Reacher-Star Alan Ritchson startet ab dem 19. September 2026 als Kurier im Kino durch, der sich ebenfalls in einer kniffligen Situation befindet und um sein Leben rennen muss. Dementsprechend trägt der Film auch wirklich nur den Titel: Runner.