Volksfeststimmung war am Freitagabend in Wallern angesagt, als die SV Oberbank Ried im Rahmen der zweiten ÖFB-Cup-Runde im Trattnachtal gastierte. Gegner war Regionalliga-Nord-Tabellenführer SPG SV Zaunergroup Wallern/St. Marienkirchen, die in der Startelf auf neun Akteure mit Rieder Vergangenheit setzten. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten machte der Bundesligist aber alles klar und zog souverän in die dritte Cup-Runde ein (>>> zum SPIELBERICHT). 

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Kurze Auswärtsfahrt für die mitgereiste Rieder Fangemeinde, die vor Ort für lautstarke Unterstützung und Cup-Atmosphäre sorgte 

Startschwierigkeiten auf Kunstrasen in Wallern

Es war ein Duell zwischen alten Bekannten: Ganze neun Akteure des Regionalligisten liefen in der Vergangenheit bereits für die Schwarz-Grünen auf. Für den Drittligisten war vor 1.403 Besuchern in der Sportanlage auf „Plastik“ alles für ein Fußballfest angerichtet. Auf dem gewohnungsbedürftigen Geläuf hatte die Despotovic-Elf zu Beginn auch leichte Anlaufschwierigkeiten: Leodolter verbuchte in der Anfangsphase die beste Möglichkeit für Wallern (10.).

Danach setzte sich jedoch die Klasse des Oberhaus-Klubs durch: Aisowieren erzielte nach einem schön herausgespielten Spielzug die Führung (10.), ehe ein unglückliches Eigentor von Straif (33.) den Trattnachtalern vorerst den Stecker zog. Rasner (35.), Pomer (39.) und Schwab (57.) legten nach. Misic gelang in der Schlussphase nur noch der Ehrentreffer zum 1:5-Endstand.

„Der Cup hat bei der SV Ried einen hohen Stellenwert“

Damit lösten die Wikinger das Ticket für die nächste Cup-Runde souverän ein. „Wir sind zufrieden mit dem Sieg. Ich glaube, wir haben das hier auswärts gut gemacht“, resümiert Cheftrainer Mario Despotovic nach Spielende im Ligaportal-Gespräch. Angesprochen auf das Gegentor ergänzte er knapp: „Wir wollen einfach ein Tor mehr schießen als der Gegner, das ist das Wichtigste.“

Etwas selbstkritischer äußert sich hingegen Ried-Routinier Ante Bajic. „Wir müssen mutig sein, von Beginn weg mehr Intensität zeigen. Dann müssen wir schauen, dass wir hinten die Null halten – das ist uns leider nicht gelungen.“ Vor allem zu Beginn habe sich der Bundesligist schwergetan.

Sportdirektor Lukas Brandl bilanzierte: „Es war der erwartbare schwere Start. Dann sind wir aber ganz gut ins Rollen gekommen. Am Ende waren die Wininger aber froh über den Aufstieg: „Der Cup hat einen hohen Stellenwert bei uns. Wir sind sehr froh, dass wir eine Runde weiter sind“, so Bajic. 

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Familiäre Stimmung nach Spielende: Rieds Profickicker nahmen sich noch Zeit für den einen oder anderen Foto- und Autogrammwunsch

Volksfest-Atmosphäre nach dem Schlusspfiff

Trotz der Niederlage verließ Wallern den Platz erhobenen Hauptes. Die Gastgeber konnten auf ein gelungenes Fußballfest zurückblicken, während sich der Bereich vor den Tribünen in eine Autogrammmeile verwandelte. Die Rieder Profis nahmen sich noch Zeit für Selfies und Autogrammwünsche der jüngeren Fans und machten den Abend damit vollends zu einem Highlight.

Mit dem souveränen Aufstieg im Rücken richtet sich der Blick der Wikinger nun gespannt auf die Auslosung des Achtelfinals. Welcher Gegner der Despotovic-Elf beschert wird, entscheidet sich am Sonntagabend im Anschluss an die verbleibenden Partien ab ca. 19:00 Uhr.

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Fotocredit: Reinhard Schröckelsberger und Julian Biereder / Ligaportal