Zu verstärkten Maßnahmen gegen den Ebola-Ausbruch im Land hat die katholische Bischofskonferenz der Demokratischen Republik Kongo (CENCO) aufgerufen. Die Epidemie müsse mit größerem Einsatz bekämpft werden.
In der Elfenbeinküste hat Kardinal Ignace Bessi Dogbo ein entschiedeneres Vorgehen gegen illegalen Goldabbau gefordert.
Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung hervor, die Aciafrica zusammenfasst. Seit dem Ausbruch am 15. Mai habe sich die Zahl der bestätigten Fälle deutlich erhöht, zeigt sich die Kirche besorgt.
Nach den Bischöfen zitierten offiziellen Daten wurden bis 25. August landesweit 5.713 bestätigte Ebola-Fälle registriert. 2.744 Menschen starben, 1.269 Patienten wurden als genesen gemeldet. Weitere 770 Infizierte befanden sich in Isolation. Die Bischöfe gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Erkrankungen höher sein könnte, da Verdachtsfälle außerhalb von Gesundheitseinrichtungen teilweise nicht erfasst würden.
Engpässe
CENCO verwies auf Engpässe bei medizinischen Schutzausrüstungen und anderen Materialien. Einige Gesundheitseinrichtungen erhielten nur unregelmäßig Nachschub, andere gar keine entsprechenden Lieferungen. Zudem seien medizinische Mitarbeiter teilweise unzureichend bezahlt und bei Transport und Kommunikation nicht ausreichend unterstützt.
Die Bischöfe forderten die Bevölkerung auf, Vorgaben der Gesundheitsbehörden einzuhalten. Dazu gehören regelmäßiges Händewaschen, die Verwendung von Desinfektionsmittel und der Verzicht auf Händeschütteln. Kontakte mit Blut und Körperflüssigkeiten Erkrankter sowie deren Kleidung und Bettwäsche sollten vermieden werden. Verstorbene sollen demnach nicht von Angehörigen berührt, sondern von Fachpersonal versorgt werden.
Falschinformationen
Als weitere Probleme nannte CENCO Falschinformationen und traditionelle Vorstellungen über die Ursachen der Krankheit. Auch bestimmte Bestattungspraktiken erschwerten die Eindämmung. In einigen Fällen sei es zu Angriffen auf Helfer und zur Zerstörung von Behandlungszentren gekommen.
Die katholische Kirche kündigte an, ihre Unterstützung der Ebola-Bekämpfung insbesondere in der Provinz Ituri auszubauen. Über Caritas-Strukturen sollen dort mit Unterstützung von Catholic Relief Services Hilfsgüter bereitgestellt werden.
(aciafrica/kap – pr)