Als wenn die heutige 0:4-Heimniederlage für Austria Salzburg, die erste in dieser Saison in Maxglan, in der zweiten Runde des UNIQA-ÖFB-Cups gegen 2. Liga-Konkurrent First Vienna FC 1894 nicht schon schwer genug wiegt, werden die Violetten derzeit auch noch permanent vom Verletzungspech verfolgt. So erwischte es diesmal Luca Meisl, der Kapitän ging bereits nach 18 Minuten von Bord und begab sich zur medizinischen Behandlung. Nachfolgend Salzburger STATEMENTS zur derzeitigen personellen Situation und zum Spiel.

Salzburger Sorgen um Luca Meisl. Der Kapitän ging gegen die Vienna vorzeitig von Bord. Der 27-jährige Abwehrchef ist absoluter Leistungsträger bei den Violetten, absolvierte in der Vorsaison 28 Startelfspiele und hatte sich zuvor erst nach einem Kreuzbandriss, wodurch der gebürtige Salzburger in seiner Zeit bei Austria Lustenau überwiegend im Frühjahr 2024 und dann auch in der Saison 2024/25 ausfiel.
„Dann verlieren wir unseren Kapitän nach 18 Minuten, was mit Sicherheit ein Schock war“
Christian Schaider, Cheftrainer SV Austria Salzburg:
„Das Spiel verlief maximal unglücklich für uns. Wir sind gut in die Partie reingestartet und machen leider die zwei Chancen auf das Führungstor nicht. Danach war es ein ausgeglichenes Spiel bis zum ersten Gegentor. Das ist dann auch ein 1000-Gulden-Schuss, den man zwar vor dem Sechzehner besser verteidigen kann, aber den trifft der Torschütze auch überragend. Dann verlieren wir zuvor auch noch unseren Kapitän nach 18 Minuten, was mit Sicherheit ein Schock für die Mannschaft war.
Wir raffen uns dann aber wieder auf und haben kurz vor der Halbzeitpause erneut eine Toptorchance, die wir wieder nicht nutzen. In die zweite Halbzeit gehen wir mit viel Elan, doch kriegen dann das zweite Gegentor und haben danach gleich wieder Torchancen. Und dann hat die Vienna einfach auch eine gnadenlose Qualität und spielt das souverän runter. Sie können Spieler bringen, die Riesenqualität haben. Die letzten 25 Minuten war es dann auch verdient, dass die Vienna eine Runde weitergekommen ist.“
„Ich bin guter Dinge, dass wir uns am nächsten Samstag rehabilitieren werden“
Zur Verletzung von Luca Meisl und der immer dünner werdenden Spielerdecke:
„Wir hatten nur mehr vier Feldspieler und einen Torwart auf der Bank. Wir haben den Moritz Eder heute schonen müssen, weil er bisher jedes Spiel 90 Minuten durchgespielt hat und auch Blessuren hat. Dennis Kahrimanovic ist mit Sicherheit nicht bei 100 Prozent.
Den müssen wir dennoch reinwerfen. Aber die Jungs geben alles und das hat man heute auch wieder gesehen. Am Ende des Tages hat es heute nicht gereicht, aber ich bin guter Dinge, dass wir uns am nächsten Samstag (Anm.: Heimspiel gegen den SK Sturm Graz II) rehabilitieren werden.“

„Ich habe seit drei, vier Wochen eine Sehnenentzündung“
Denis Kahrimanovic, Mittelfeldspieler SV Austria Salzburg:
„Das Ergebnis ist deutlich zu hoch. Wir gehen mit einem 0:1-Rückstand in die Halbzeitpause, nachdem ein Schuss ins Kreuzeck ging und wir zuvor zwei super Chancen hatten, wo wir in Führung gehen müssen.
In der zweiten Halbzeit laden wir den Gegner viel zu oft ein und verlieren die Bälle zu einfach. Sie sind halt im Umschalten gut und haben die Qualität. Dass wir das Spiel dann mit 0:4 verlieren, ist natürlich bitter und das darf auch nicht passieren.“
Zu seiner Blessur?
„Mir geht es besser. Ich habe seit drei, vier Wochen eine Sehnenentzündung. Das ist immer etwas schmerzhaft, wenn ich da einen Schlag drauf bekomme.“
Zur Meisl-Verletzung: „…das wäre der Wahnsinn“
Roland Kirchler, Sportdirektor SV Austria Salzburg:
„Es ist wirklich derzeit eine einzigartige Verletzungsserie, die wir da haben. Ich hoffe, dass der Luca nichts hat. Nochmal danke an das Institut hier, die wirklich innerhalb von einer Stunde den Luca reingeschoben haben. Wir wissen dann in zwei, drei Stunden, was mit dem Knie passiert ist. Wir hoffen nicht, dass es etwas mit seiner alten Verletzung am Kreuzband ist, weil das wäre der Wahnsinn.
Irgendwann geht uns bei so viel Verletzungspech die Idee aus. Wir haben gesagt, dass wir das mit unseren jungen Spielern irgendwie durchziehen und wollen ihnen auch die Chance geben. Aber wenn jetzt dann bei jedem Spiel ein Routinier wegbricht, dann wird es irgendwann einmal gefährlich.“
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Fotocredit: Austria Salzburg/Stefan Schubert