Für den SK Rapid ging es in der zweiten Runde des ÖFB-Cups an jenen Ort, an dem die Hütteldorfer gerne auch am 1. Mai 2027 gastieren würden: Klagenfurt. Der traditionelle Finalort des Pokal-Endspiels war Schauplatz der 2. Runden-Begegnung zwischen dem SK Austria Klagenfurt und SK Rapid. Die Hütteldorfer setzten sich nach einem zwischenzeitlichen Ausgleich des Kärntner Regionalligisten klar mit 5:2 durch. Nikolaus Wurmbrand mutierte mit einem Dreierpack zum Mann des Spiels. Aufseiten der Kärntner schnürte Tristan Schoppitsch einen Doppelpack. 


Rapid betreibt hohen Aufwand in Klagenfurt

Die Gäste aus Wien waren von Beginn an die klar bessere Mannschaft und setzte Klagenfurt mit aggressivem Pressing tief in der eigenen Hälfte unter Druck. Die Gastgeber konzentrierten sich zunächst fast ausschließlich auf die Defensive und liefen dem Ball stets hinterher. Der letzte Pass wollte bei den Wienern aber noch nicht ankommen. 

Nach einer Viertelstunde blieb es trotz des deutlichen Übergewichts der Wiener noch torlos. Die Hereingaben von den Flügeln waren zunächst zu ungenau, ehe Tilio in der 26. Minute die erste große Chance hatte. Nach einem schnellen Antritt zog der Australier knapp außerhalb des Strafraums flach ab, setzte den Ball aber knapp am langen Eck vorbei. Klagenfurt antwortete mit einem Distanzschuss von Ranacher, der deutlich über das Tor ging.

In der 28. Minute belohnten sich die Schützlinge von Johannes Hoff Thorup schließlich für den hohen Aufwand. Nach einem Vorstoß über die linke Seite landete der Ball über Umwege bei Matthias Seidl, der sich den Ball mitnahm und aus halblinker Position am Fünfer ins lange Eck schoss.

Rapid blieb danach am Drücker und hatte weitere Möglichkeiten durch Wurmbrand, dessen Abschluss aus spitzem Winkel direkt bei Kuttin landete, sowie durch einen Tilio-Volley nach einem Eckball, der knapp an der Stange vorbeiflog.

Aus dem Nichts kam Klagenfurt in der 34. Minute zum Ausgleich: Tristan Schoppitsch fasste sich aus der zweiten Reihe ein Herz und setzte seinen Schuss sehenswert in das linke obere Eck. Rapid ließ sich davon allerdings nicht aus dem Konzept bringen und stellte die Führung kurz vor der Pause wieder her. Nach einem Steilpass legte Dahl den Ball quer, Nikolaus Wurmbrand musste nur noch einschieben. 

Klagenfurt gleicht zehn Sekunden nach Wiederbeginn aus, doch die Antwort der Rapidler ist stark

Die zweiten 45 Minuten begannen jedoch mit einem Knalleffekt: Nur zehn Sekunden nach Wiederbeginn landete ein hoher Ball im Lauf von Tristan Schoppitsch, der sich gegen den viel zu passiv agierenden Nenad Cvetkovic behaupten konnte und Rapid-Keeper Gartler eiskalt überlupfte – 2:2 (46.). 

Richtig beeindrucken ließen sich die Grün-Weißen davon jedoch nicht. Die Gäste zogen nach dem Gegentreffer das Tempo sofort wieder an, zeigten gefälliges Kombinationsspiel und man belohnte sich auch. 

Zunächst traf Nikolaus Wurmbrand mit einem platzierten Schuss aus etwas 17 Metern (57.), ehe Nicolas Bajlicz nach einer temporeichen Kombination einen Haken schlug und fein per Innenseite ins lange Eck traf – 2:4 (62.). Damit waren die Kärntner bereits ein ganzes Stück weiter von einer Sensation entfernt. 

Nur sieben Minuten später ließ Nikolaus Wurmbrand gar sein drittes Tor an diesem Cup-Abend folgen: Bolla setzte sich über links durch, spielte flach in den Strafraum, wo Wurmbrand den Ball souverän über die Linie drückte – 2:5 (69.). Damit war die Partie auf Eis gelegt. 

Die Hütteldorfer spielten die Führung trocken über die Zeit und jubelten am Ende über den Einzug ins Cup-Achtelfinale. 

SK Austria Klagenfurt – SK Rapid 2:5 (1:2)

Samstag, 05.09.2026 (20:30 Uhr); Wörthersee-Stadion; 3.350 Zuschauer; SR Florian Jäger. 

SK Austria Klagenfurt: Kuttin – Ranacher, Weiss, Verbic, Dollinger – Pschernig, Kasnik (73./Pfeiffer), Schoppitsch (81./Tatschl), Owusu (73./Kouzan) – Lekaj (64./Oberguggenberger), Ristic (63./Rötzer); Trainer: Slobodan Grubor.

SK Rapid: Gartler – Roka (85./F. Demir), Cvetkovic, Gröller, Bolla – Seidl, Bajlicz (76./Schaub) – Wurmbrand (76./Mbuyi), Tilio (64./Y. Demir), Dahl – Kara (64./Adamsen); Trainer: Johannes Hoff Thorup.

Tore: Schoppitsch (34., 46.) bzw. Seidl (28.), Wurmbrand (40., 57., 69.), Bajlicz (62.)

Gelbe Karten: Kasnik, Kuttin bzw. Keine

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