Die Warschauer Wohnung einer Vielreisenden in der Szaserów-Straße wurde von Joanna Stępkowska und Weronika Pariaszewska vom Studio Bran&Pine gestaltet. Die Inneneinrichtung wurde für die Eigentümerin entworfen, deren Leben sich zwischen Europa, den Vereinigten Staaten und Asien abspielt. Der helle, ruhige Raum ist von ihrer Faszination für Kunst und Design der Mitte des 20. Jahrhunderts geprägt. Anstelle von saisonalen Trends finden sich hier sorgfältig ausgewählte Materialien, Möbel und Kunstwerke.

Eine Küche, in der Stein die Hauptrolle spielt

Im Mittelpunkt der Küche steht ein beeindruckender Quarzit mit intensiver, natürlicher Maserung. Der cremefarbene Hintergrund wird von rostigen Rosatönen und zarten, gebrochenen Grautönen durchzogen und bildet so eine fast abstrakte Komposition. Die Steinoberflächen wurden mit warmem Holz und klassischen Möbeln kombiniert, die von der Ästhetik des Mid-Century-Modern inspiriert sind. Derselbe Quarzit findet sich auch im Badezimmer wieder. Abgerundet wird die Küchengestaltung durch ein dezentes Gemälde von Kowacki. Der Künstler greift darin auf den japanischen Begriff „Komorebi“ zurück, der das durch Baumblätter filternde Licht beschreibt. Über dem Ganzen hängt eine minimalistische, skulpturale Lampe, die dem Raum einen zeitgenössischen Akzent verleiht.

Die Wohnung einer Weltenbummlerin voller Kunst und Souvenirs

Im Wohnzimmer zieht ein weiches, cremefarbenes Sofa mit abgerundeten Formen alle Blicke auf sich. Darüber befindet sich ein vielschichtiges Werk einer Wiener Künstlerin. Das Werk hat für die Eigentümerin eine besondere Bedeutung, da es einen Bezug zu Wien herstellt, einer Stadt, die in ihrer Lebensgeschichte eine wichtige Rolle spielt. Rund um das Sofa sind Fotoalben, polnische Keramik sowie Glasgeschirr im Vintage-Stil angeordnet. Abgerundet wird das Ganze durch einen massiven Couchtisch aus Massivholz. Natürliche Materialien schaffen eine gemütliche Wärme, während ausdrucksstarke Kunstwerke diese ruhige Farbpalette auflockern.

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Eine gemütliche Arbeitsecke

Ein seitlicher Bereich der Wohnung wurde als häuslicher Arbeitsplatz eingerichtet. Ein hängender Schreibtisch, ein modernistischer Stuhl und eine skulptural geformte Lampe schaffen einen ruhigen Ort zum Arbeiten und Konzentrieren. Über dem Schreibtisch hängt eine kleine Grafik, deren bescheidenes Format im Kontrast zu ihrem reichhaltigen Inhalt steht. Dieser kleine Bereich fügt sich ästhetisch harmonisch in den Rest der Wohnung ein, wirkt jedoch konzentrierter und minimalistischer. Die reduzierte Anzahl an Gegenständen lässt die Form der Möbel und das über dem Schreibtisch hängende Kunstwerk besser zur Geltung kommen.

Die Wohnung einer Reisenden in origineller Gestaltung

Das Projekt von Bran&Pine entstand nicht als Zusammenstellung zufälliger, trendiger Elemente. Jedes Objekt hat hier seinen Platz und eine bestimmte Rolle, und Kunst, Keramik, Glas sowie Möbel aus verschiedenen Quellen bilden die private Sammlung der Eigentümerin. Die Warschauer Wohnung ist ein ruhiger Rückzugsort für eine Person, deren Alltag von häufigen Reisen geprägt ist. Eleganz entsteht hier nicht durch Prunk, sondern durch die Qualität der Materialien, die Proportionen und die mit großer Sorgfalt ausgewählten Objekte.

Über das Architekturbüro:

Das Architekturbüro Bran&Pine wurde von den Architektinnen Joanna Stępkowska und Weronika Pariaszewska gegründet. Beide studierten Architektur an der Technischen Universität Warschau und sammelten Berufserfahrung in renommierten Architekturbüros. Stępkowska studierte zudem an der National University of Singapore, während Pariaszewska an der École Nationale Supérieure d’Architecture de Paris-Val de Seine in Paris ausgebildet wurde. Das Studio befasst sich mit der Gestaltung privater und gewerblicher Innenräume, dem Möbeldesign sowie der Beratung in den Bereichen Kunst und Vintage-Möbel.

Entwurf:Bran&Pine
Fotos:ONI Studio

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