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„Pulse“ sind nah am Original: Keyboarder und Gitarrist Markus Nanz und Sänger und Gitarrist Oliver Hartmann (r.). © Königer, Gerhard
Die Tributeband „Pulse“ bringt den legendären Sound von „Pink Floyd“ auf die Landesgartenschau. Konzert und Show sorgten für Gänsehaut bei 10.000 Zuhörern.
Ellwangen
Ende der 1960-er Jahre experimentierte eine britische Rockband mit psychedelischen Sounds, nutzte die ersten Synthesizer, baute prägnante Geräusche in ihre Lieder ein: Pferdewiehern hört man auf „Atomheart Mother“, ein „Ping“, wie ein Echolot auf „Meddle“. Später sind es rasselnde Wecker oder das Klimpern von Münzen und Kassen auf dem Album „The dark Side of the Moon“. Natürlich ist die Rede von „Pink Floyd“, jener Band, die mit dem Album „The Wall“ den Zenit ihres Schaffens erreicht. Das Multimediakonzept aus Musik, Film, Theater begeisterte zig Millionen Menschen auf der ganzen Welt und die Band zerbrach über diesem Erfolg.
„Pulse“ verstärkten die Wirkung der Musik mit einer spektakulären Lightshow und psychedelischen Videos. © Königer, GerhardEin Sound, so nah am Original
Jetzt kehrte ihr Sound nach Ellwangen zurück: Mit „Pulse“ brachte am Samstagabend eine Tributeband die Musik von Pink Floyd in betörender Form auf die Landesgartenschau und rund 10.000 Besucher ließen sich das nicht entgehen.
So nah am Original spielte die Band um den Sänger und Gitarristen Oliver Hartmann, dass man sich wirklich wie auf einem Pink Floyd-Konzert fühlen konnte. Gleich zu Beginn brachte die Band das komplette Album „Wish you were here“ und begeisterte mit den langen Instrumentalstücken ebenso wie mit der Ballade, nach der das Album benannt ist: „We are two lost souls, swimming in a fishbowl, year after year. Running over the same old ground. What have we found? The same old fears. Wish you were here.“ Den Text sangen Tausende mit, er steht für das Lebensgefühl vieler junger Menschen in den 1970-er und 1980-er Jahren.
Gitarrist Oliver Hartmann und Saxofonist Lee Mayall bei „Shine on you crazy Diamond“. © Königer, GerhardEine hochkarätige Band
Neben Hartmann spielte weitere hochkarätige Musiker: Martin Hofmann (bass, voc) und Markus Nanz (key, git), Sébastien Angrand (Drums), Lee Mayall (Sax) und die Sängerinnen Caro Riehemann und Jessica Conte.
Die Zuhörer standen dicht an dicht um das große Zelt, viele hatten sich mit Decken und Campingstühlen auf der Festivalwiese verteilt, andere standen auf der Terrasse der Rooftopbar. Sie alle erlebten eine grandiose multimediale Show, denn wie ihr Vorbild setzten auch „Pulse“ auf psychedelische Videos, die der Musik und der Lightshow eine weitere Dimension hinzufügten.
Songs, die ihre Kraft nicht verlieren
Nach der Pause kamen mit „Time“, „Money“ und verschiedenen Songs des „Wall“-Albums die größten Hits, eingängige Songs, die ihre Kraft auch nach über 50 Jahren nicht verloren haben: „We don’t need no education, we don’t need no thought control“ erklang aus vielen tausend Kehlen. Der Ellwanger Kunsterzieher Thomas Galei hat 1979, als „The Wall“ erschien, das komplette Album jeder Klasse im Unterricht vorgespielt. „Das ist Allgemeinbildung“, sagte er und behielt recht. Das Album hat so viele Songperlen, Pulse spielten „Goodbye blue sky“, „Empty Spaces“, „Young Lust“.
Alle Berichte von der Landesgartenschau Ellwangen lesen Sie auf unserer Themenseite.
Mit „Sheep“ kam dann ein Titel vom Album „Animals“ (1977) und mit „Comfortably Numb“ krönten Pulse einen begeisternden Konzertabend. Als „Run like Hell“, die einzige Zugabe, ausklang, war es fast schon 23 Uhr und etliche Besucher verabredeten sich auf dem Nachhauseweg schon zum nächsten Konzert: Am 12. September um 19 Uhr spielen „Phil it“ auf der LGS-Heimatbühne die Songs von Genesis und Phil Collins.