Sanierung beantragt
In der Obersteiermark ist ein Holz-Traditionsunternehmen in die Insolvenz geschlittert: Das Schaffer-Sägewerk mit Sitz in Eppenstein, 1914 gegründet und mittlerweile in der vierten Generation betrieben, ist mit rund 25 Millionen Euro verschuldet.
31.08.2026 11.52
31. August 2026, 11.52 Uhr
Die Schaffer Sägewerk-Holzexport GmbH hat laut den Kreditschutzverbänden AKV und KSV1870 am Montag ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung am Landesgericht Leoben beantragt. 69 Dienstnehmer und 100 Gläubiger sind betroffen. Aktiva von rund 4,5 Millionen Euro stehen Passiva von rund 29,3 Millionen Euro gegenüber.
Probleme bei Einführung von neuer Anlage
Insolvenzursache sollen Probleme bei der Einführung einer neuen Produktionsanlage sein: Das Hochfahren der Anlage habe sich deutlich komplexer als geplant dargestellt. Viele technische Probleme konnten inzwischen weitgehend beseitigt werden.
Jedoch sei die Marktlage in den Kerngeschäftsfeldern seit geraumer Zeit sehr angespannt. Gleichzeitig ist das Rundholzpreisniveau trotz erheblicher Absatzprobleme nachhaltig hoch geblieben. Die globale wirtschaftliche Unsicherheit und die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Absatzmärkte der Antragstellerin haben die Situation weiter verschärft, heißt es vom KSV1870.
Investor gesucht
Der 1914 gegründete Betrieb wird bereits in der vierten Generation betrieben. Geplant ist eine 30-Prozent-Quote und die Fortführung des Unternehmens. Wesentlicher Bestandteil dafür ist auch die Suche nach einem geeigneten Investor.