Die neue Ringbahnbrücke entsteht als sogenannte Stahlverbundbrücke, bei der eine Fahrbahnplatte aus Beton fest mit der tragenden Stahlkonstruktion darunter verbunden ist. Sie wird rund 200 Meter lang und rund 24 Meter breit, aufgeteilt in drei tragende Felder mit Stützweiten von ungefähr 60, 80 und wieder 60 Metern, wobei das mittlere, größte Feld genau zu jenem 82 Meter langen Segment passt, das beim Juli-Einhub im Mittelpunkt stand. Die fertige Brücke soll drei reguläre Fahrstreifen erhalten, dazu einen zusätzlichen Einfädelstreifen für den Verkehr von der A115 sowie einen Standstreifen. Fahrzeugrückhaltesysteme und Notgehwege ergänzen das Bauwerk.

Wichtig für das Verständnis der Bauzeit: Während der laufenden Arbeiten ist nicht die gesamte Autobahn gesperrt. Die betroffene Nordfahrbahn bleibt zwar geschlossen, ein Teil des Autoverkehrs wird seit März 2025 über die Gegenfahrbahn geführt, Fahrzeuge über 3,5 Tonnen müssen den Abschnitt großräumig umfahren. Der Bahnverkehr unterhalb der Baustelle läuft dagegen grundsätzlich weiter und wird nur für genau geplante, kurze Sperrpausen wie den Juli-Einhub unterbrochen.

Bei den Kosten des Projekts kursieren zwei unterschiedliche Zahlen, je nachdem, was genau betrachtet wird: Habau nennt für das eigene Arge-Paket, das neben der Ringbahnbrücke auch die benachbarte Halenseestraßenbrücke sowie neue Stützwände umfasst, rund 50 Millionen Euro netto. Die Autobahn GmbH und der Bund beziffern das gesamte Investitionsvolumen allein für den Ersatzneubau der Ringbahnbrücke dagegen mit rund 80 Millionen Euro. Der konkrete Vergabewert der Arge selbst wurde öffentlich nicht bekanntgegeben.