Seit 2019 treibt Hirschmann Automotive die Transformation seines Produktions- und Entwicklungsstandorts voran. Was als „Industrie-4.0-Strategie“ begann, wurde zu einem umfassenden Umbau von Prozessen, Technologien, Gebäuden und Infrastruktur. Das Ziel: nachhaltiges Wachstum und langfristige Wettbewerbsfähigkeit. Die Besonderheit: Die Veränderung zur vollautomatisierten und integrierten Intralogistik mit direkter Maschinenanbindung erfolgte im Brownfield und bei laufender Produktion.
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Head of Production Ralph Wittmann sagt: „Eine Transformation bei 100 Prozent Kundenbelieferung ist keine normale Veränderung, sondern eine Operation am offenen Herzen.“ Und recht hat er. Optimiert wurde im 24/7-Betrieb, während unterschiedliche Stakeholder-Interessen auszubalancieren waren. Dazu kamen Risikobewertungen, Fallback-Szenarien, Testphasen und präzise Cutover- Pläne. Parallel mussten die Mitarbeiter für neue Aufgaben qualifiziert und in die Veränderung eingebunden werden.
Drei Leitlinien galten: End-to- End-Material- und Informationsflüsse im Blick behalten, digitale Transparenz schaffen und Verschwendung zu eliminieren. Das Ergebnis ist nun eine hochverfügbare, verzahnte Produktions- und Logistiklandschaft.
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Ein Schwerpunkt ist Operational Excellence: Die technologische Breite des Standorts ist Stärke und Komplexität zugleich. Der Ansatz: Wertströme sichtbar machen, Ressourcen optimieren, Standards definieren, Prozesse auf Robustheit prüfen und erst danach digitalisieren oder automatisieren. Nach den Prinzipien Qualität, Liefertreue, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit seien die operativen Kennzahlen verbessert worden. Digitalisierung und Automatisierung sind dabei kein Selbstzweck. Der operative Vorteil entsteht für Wittmann erst, wenn „Daten durchgängig genutzt“ werden. Deshalb hat Hirschmann Automotive eigene Applikationen entwickelt.
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In der Produktion arbeitet das Unternehmen mit einem Drei-Ebenen-Modell: Ein sogenannter Adjuster- POT (Production Operation Device) stellt Mitarbeitern operative Informationen bereit. Auf Segmentebene werden Maschinen und Arbeitsplatzgruppen zusammengeführt, um Prozesse zu überwachen und Optimierungspotenziale zu erkennen. Auf Bereichsebene werden dieselben Daten für Gesamtperformance und strategische Entscheidungen verdichtet.