Aus der Forschung frisch auf den Schreibtisch. In den zwölf Knowledge-Hubs sind heute 73 Studien aufgenommen worden. Der Schwerpunkt liegt auf Versorgungspfaden bei chronischen Erkrankungen, auf Frailty im Alter sowie auf digitalen Anwendungen in Diagnostik und Dokumentation. Für die Praxis relevant sind vor allem Ergebnisse mit belastbaren Effektgrößen aus Routineversorgung und randomisierten Studien.

Lipödem, Frailty, Insomnie und KI-Dokumentation

In einer deutschen Studie erreichten 68 % der Patientinnen nach Liposuktion bei Lipödem eine Schmerzreduktion von mindestens zwei Punkten, gegenüber 8 % unter konservativer Therapie (OR 26,2); schwere unerwünschte Ereignisse traten bei 8 % versus 3 % auf. (Lancet 2026) — Knowledge-Hub Adipositas
Die dokumentierte Insomnie-Prävalenz in der hausärztlichen Versorgung stieg um 43,4 % auf 11,17 % im Jahr 2024, der Psychopharmaka-Einsatz von 47,88 % auf 55,11 %, während die kognitive Verhaltenstherapie als Erstlinientherapie untergenutzt blieb. (Fam Med Community Health 2026) — Knowledge-Hub Psychische Gesundheit
Bei gebrechlichen älteren Menschen mit Benzodiazepin-Einnahme blieb der präventive Effekt einer kombinierten Bewegungs- und Ernährungsintervention aus (HR 1,06 versus 0,80 bei Nichtnutzern; Interaktion p=0,035). (Age Ageing 2026) — Knowledge-Hub Gesundes Altern & Longevity
LLM-generierte Zusammenfassungen brustchirurgischer Konsultationen waren beim Lymphknotenstatus genauer als von Personal erstellte (95 % versus 72 %), enthielten aber bei 8 % der Fälle Fabrikationen, in 3 % mit klinischer Relevanz. (JCO Clin Cancer Inform 2026) — Knowledge-Hub Digitalisierung, KI & Gesundheit

Die vollständigen Studienlisten mit Abstracts stehen in den jeweiligen Knowledge-Hubs.

Die Hubs im Einzelnen

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