
Klaus Kainz
Ein freiberuflicher Schreiber für Chronik-Themen, manchmal auch Kultur. Vor allem aber ist er faszinierter Zocker seit mehreren Jahrzehnten. Denn Resident Evil ist intensiver als jeder Horrorfilm, Bloodborne oder Metroid Prime immersiver als jeder Fantasy-Roman – und Dampf ablassen geht kaum besser als mit Streets of Rage oder Ninja Gaiden.
Bei Capcom scheint es rund zu laufen. Bereits am Release-Tag konnte nun auch Onimusha: Way of the Sword die symbolisch wichtige Hürde von einer Million verkaufter Einheiten knacken (via Capcom). Das war alles andere als gewiss, da die Samurai-Saga seit den Tagen der PlayStation 2 keinen neuen Ableger mehr bekommen hat. Mit Pragmata feierte auch eine gänzlich neue IP des Publishers im Frühjahr einen Verkaufserfolg – nun wird bereits über Nachfolger nachgedacht.
Von diesen Erfolgen beflügelt, will sich Capcom nun auf weitere Comebacks wie Onimusha konzentrieren, wie aus einem Firmenbericht hervorgeht. “Capcom will nicht nur jedes Jahr regelmäßig große neue Titel auf den Markt bringen, sondern konzentriert sich auch darauf, Spielereihen wiederzubeleben, für die in letzter Zeit keine neuen Titel erschienen sind”, heißt es im offiziellen Statement zu den Verkaufszahlen von Onimusha: Way of the Sword. Die Firma arbeite nun daran, “den Unternehmenswert weiter zu steigern, indem es sein umfangreiches Angebot an Inhalten nutzt, darunter auch Onimusha: Way of the Sword”.
Welche Capcom-Spiele könnten zurückkommen?

Screenshot Onimusha Way of the Sword – Bild © Capcom
Für die kommende Pipeline sind bereits einige Projekte angekündigt. Mit Mega Man Dual Override soll 2027 beispielsweise das alte Maskottchen der Firma mit einem neuen Ableger zurückkehren, der auf klassisches 2D-Gameplay setzt. Vor knapp zwei Jahren wurde außerdem ein offizieller Nachfolger zu Okami angekündigt. An dem Sequel zum PS2-Geheimtipp arbeitet nun wieder der damalige Director Hideki Kamiya, der zuletzt Platinum Games verlassen und ein neues Studio namens Clovers gegründet hat. In einem Interview gab er sich mit Blick auf die Entwicklung positiv und sprach davon, dass die “Flitterwochen” nach Studiogründung nun vorbei seien (via VGC).
Am 9. Oktober ist mit Dragon’s Dogma 2: Dark Arisen außerdem eine erweiterte Fassung des Rollenspiels von 2024 geplant. Zuvor war die Marke seit dem Original auf PS3 und Xbox 360 stillgelegt, abgesehen von Neuveröffentlichungen, beispielsweise auf Switch. Serienproduzent Hideaki Itsuno verließ allerdings Capcom nach der Fertigstellung des Sequels. Itsuno war für viele Jahre ebenfalls für Devil May Cry zuständig und die Zukunft der Serie ist seither ungewiss.
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