„Die Solidarität war beeindruckend“, sagte Peter Kaiser, stellvertretender Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes vor Medienvertretern. Insgesamt wurden rund 26,5 Millionen Euro für die Betroffenen gespendet. Bisher wurden rund 25,5 Millionen Euro vor allem in Niederösterreich als Überbrückungs- und Wiederaufbauhilfe eingesetzt.

„Das Ausmaß der Verwüstung war enorm, tausende Menschen haben innerhalb weniger Stunden alles, was sie sich über Jahre aufgebaut hatten, verloren“, sagte Kaiser. Umso wichtiger sei es gewesen, den Betroffenen schnell und unbürokratisch zu helfen.

Wiederaufbauhilfen bis zu 10.700 Euro pro Haushalt

Demnach wurden knapp 8.500 Anträge auf Überbrückungshilfe gestellt. Dafür wurden rund 10,9 Millionen Euro ausbezahlt, wobei Betroffene bis zu 2.100 Euro erhielten. Für besonders schwer betroffene Haushalte wurde zusätzlich eine Wiederaufbauhilfe von bis zu 10.700 Euro pro Haushalt eingerichtet.

Wie dramatisch die Lage war, zeigte sich unter anderem in Melk, wo Hunderte Haushalte ohne Strom waren und Menschen mit Hubschraubern und Zillen evakuiert werden mussten. Patrick Strobl, Bürgermeister und Gemeindemitarbeiter der Stadtgemeinde Melk, unterstrich vor allem den Zusammenhalt während der Katastrophe. „Diese Solidarität bleibt für mich eine der stärksten Erinnerungen“, sagte er.

„Österreich hilft Österreich“ Podium

APA/Helmut Fohringer

v.l.n.r.: Der stv. Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes Peter Kaiser, Patrick Strobl (Bürgermeister Melk), Anna Parr (Generalsekretärin der Caritas Österreich) und Lisa Zuckerstätter (ORF-Leiterin Humanitarian Broadcasting)

„Österreich hilft Österreich“ während Pandemie gegründet

Die Initiative „Österreich hilft Österreich“ wurde bereits vor dem Hochwasser im Jahr 2020 während der Corona-Pandemie von Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotem Kreuz, Volkshilfe und ORF ins Leben gerufen und mittlerweile in eine gemeinnützige Stiftung überführt.

Neben der Katastrophenhilfe unterstützt die Initiative längerfristige soziale Projekte für Kinder, Jugendliche und Familien „Menschen brauchen nicht nur dann Unterstützung, wenn eine Krise Schlagzeilen macht. Not erleben wir auch leise – hinter Wohnungstüren, in Familien und in Klassenzimmern“, sagte Anna Parr, Generalsekretärin der Caritas Österreich.

Der ORF begleitet die Initiative als Medienpartner mit Spendenaufrufen, Berichterstattung und Benefizaktionen. Die Aufgabe sei es den Scheinwerfer dorthin zu richten, wo Aufmerksamkeit gebraucht wird, betonte Lisa Zuckerstätter, Leiterin des ORF Humanitarian Broadcasting.