Edmund Kesting wollte unbedingt ein Moderner sein – und geriet dabei gleich unter zwei Diktaturen ins Abseits. Das Kunstmuseum Moritzburg Halle entdeckt den Maler, Fotografen und Experimentator nun neu. Wir verlosen Tickets
Edmund Kesting war oft zur richtigen Zeit am richtigen Ort – und wurde trotzdem übersehen. In den 1920er-Jahren stellte der Dresdner Künstler mit László Moholy-Nagy, Kurt Schwitters, Piet Mondrian und Georgia O’Keeffe in New York aus, experimentierte mit abstrakter Malerei, zerschnitt Leinwände und baute Bilder in den Raum.
Dann kam ihm gleich zweimal die Politik dazwischen. Die Nationalsozialisten schlossen 1933 seine Kunstschule und stuften seine Malerei als „entartet“ ein. Nach dem Krieg wurde Kesting Professor für Fotografie in Berlin-Weißensee, 1953 jedoch fristlos entlassen; seine abstrakte Kunst galt in der DDR als Formalismus. Kesting machte weiter: mit Malerei und Fotografie, Mehrfachbelichtungen, Solarisationen und später sogar Fotochemikalien auf lichtempfindlichem Papier.
1967 schrieb er an das Museum of Modern Art in New York und beklagte seine Isolation in Ostdeutschland. Die erhoffte Wiederentdeckung blieb aus. Nun holt das Kunstmuseum Moritzburg Halle sie nach: „Edmund Kesting. Avantgardist. Die Entdeckung“ versammelt mehr als 200 Werke und zeigt erstmals die ganze Bandbreite seines Schaffens als Maler, Grafiker, Fotograf und Collagist.
Monopol verlost 5 × 2 Tickets für die Ausstellung, die noch bis zum 25. Oktober 2026 zu sehen ist. Für die Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail mit dem Betreff „Edmund Kesting“ sowie Ihrem Vor- und Nachnamen bis Donnerstag, 10. September, 14 Uhr, an info@monopol-magazin.de. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.