Das Ars Electronica Center (AEC) hat mit einer großen Party im eigenen Haus Dienstagabend seinen 30. Geburtstag gefeiert. Als am 2. September 1996 das „Museum der Zukunft“ auf dem Brückenkopf der Nibelungenbrücke in Linz-Urfahr“ öffnete, gab es weltweit kein vergleichbares Museum dieser Art, so der künstlerische Leiter Gerfried Stocker im Rückblick. Seitdem pilgerten 3,5 Millionen Besucher in das Haus.

Chancen und Risiken der neuen digitalen Technologien sichtbar machen und mit künstlerischer Perspektive den Blick auf die Zukunft und ihre Möglichkeiten lenken, dafür stehe das AEC seit 30 Jahren, sagt Stocker, der nach wie vor das Haus leitet. Der Geburtstag sei auch Beginn von etwas Neuem, so wurde die Dauerausstellung im Haus neu aufgestellt. Zentraler Bestandteil ist die Schau „Hello Worlds!“, die im Rahmen des Ars Electronica Festivals, das am Mittwoch beginnt, präsentiert wird. Im Mittelpunkt geht es um Fragen wie: Wohin entwickeln wir uns, wie/wer werden die Menschen der Zukunft sein? Dazu kann der Besucher in der Ausstellung im AEC-Untergeschoß auf Tuchfühlung mit KI gehen.

Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) betonte anlässlich des Jubiläums, dass Linz „stolz“ auf das AEC sei. Technologischen Fortschritt „nicht nur zu bestaunen, sondern zu fragen, was er für die Menschen und unser Zusammenleben bedeute“, das zeichne das Haus aus. Das AEC stehe dafür, dass Zukunft nicht einfach passiere, sondern gestaltet werde.

Für Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer (ÖVP) wäre Linz „ohne das Ars Electronica Center heute nicht dieselbe Stadt“. Es habe „wesentlich dazu beigetragen, Linz international als Stadt der Kunst, der Technologie und der Innovation zu positionieren“. Daher sei das AEC mehr als ein Museum, es sei „eine Schule der Zukunft“.

(SERVICE – Internet: https://ars.electronica.art/center/de/ )