Ist das ein würdiger Abschluss?

Eines kann man vorwegnehmen – auch nach mehreren Jahren Pause zieht einen „Babylon Berlin“ noch in seinen Bann. Die Macher Tom Tykwer, Achim von Borries und Henk Handloegten verpassen es nicht, an den Anfang der Serie anzuknüpfen, etwa indem das ikonische Titellied diesmal von der französischen Sängerin Zaho de Sagazan gesungen wird („Zu Asche, zu Staub, dem Licht geraubt, doch noch nicht jetzt, Wunder warten bis zuletzt“).

Zwischenzeitlich hatte sich die Serie etwas verloren, manchmal kam man bei den vielen Parallelgeschichten nicht mehr mit. Das ist diesmal besser gelöst und manche Fäden werden zusammengeführt. Das opulente Szenenbild und die Kostüme faszinieren noch immer, auch weil sie ein zentrales Kapitel deutscher Geschichte aufleben lassen, das viele heute nur aus Schulbüchern kennen.

Plastisch wird einem vor Augen geführt, wie der Kampf um die Demokratie damals verloren ging und welche katastrophalen Folgen das hatte. Eine Botschaft, die plötzlich wieder aktuell ist. Wenn nun zum Abschluss der großen Seriensaga noch einmal der Titelsong läuft und dazu Luftaufnahmen des zerbombten Berlins eingeblendet werden, dann wird aus dem unheilvollen Blick in die Vergangenheit auch eine Mahnung an die Gegenwart.