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Hannover (Niedersachsen) – Er war die Stimme, die da war, wenn der Tag erwachte oder schon der erste Stau auf dem Weg zur Arbeit richtig nervte. Für Millionen Radiohörer war Frank Schambor (†54) Teil ihres Alltags, seine Stimme vertraut wie die eines Freundes. Franky war der „Morgenmän“ bei FFN, seine Moderationen Kult. Die Nachricht von seinem plötzlichen Tod schockte Hörer, Fans, Kollegen und Freunde. Denn sie kam plötzlich. Franky verstarb am 3. September. Nur kurz zuvor hatte er noch mit seinem Sohn Gustav (13) den Sommer gefeiert.
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Sein ehemaliger FFN-Kollege, Comedian Dietmar Wischmeyer (69), verabschiedet sich mit tröstenden Worten: „Franky hätte es geschafft, die eigene Todesanzeige so herüberzubringen, dass die Leute noch mit traurigen Augen lachen. Mist. Ich hätte ihn gern noch mal gehört. Jetzt ist es zu spät.“ Erst vor zwei Wochen war Franky noch bei seinem Lieblings-Italiener in Hannover. Wirt Antonio Paternostro (56) vom da Toni Bistro sagt traurig: „Er hatte stark abgenommen, aber ich habe mich nicht getraut zu fragen, warum er so dünn ist. Ich kenne ihn sehr lange, er war immer gut gelaunt, auch bei seinem letzten Besuch.“
Laut Kollegen kam der Tod ganz plötzlich
Über die Todesursache ist bislang nichts bekannt. Bei früheren Kollegen heißt es, der Tod sei aus heiterem Himmel gekommen. Dabei hatte der Mann mit der Lizenz für gute Laune sein Leben vor einigen Jahren so radikal umgestellt. Fast 22 Jahre hatte Franky, bis zu seinem freiwilligen Ausstieg am Mikro im Jahr 2021, im Vollgas-Modus gelebt – und gearbeitet. Frühschichten, Fastfood nebenher. Kaffee. Mit Ende 40 dann der radikale Schnitt, wie Weggefährten aus dem Show-Business erzählen.

Franky (damals 41) im August 2013 auf der FFN-Bühne in Goslar (Niedersachsen). Er lebte für seinen Job – das Publikum liebte den „Morgenmän“. Doch sein Lebensstil setzte ihm immer mehr zu
Foto: picture alliance/dpa
Franky wog fast 180 Kilo, sein Arzt warnte ihn
Frank Schambor pflegte seinen kranken Vater Rainer (†76) bis zu seinem Tod im Jahr 2021. Der Verlust des Vaters machte ihn nachdenklich, er wollte plötzlich nicht mehr den Lebensstil weiterleben, der ihn an seine Grenzen brachte. Schon Jahre zuvor sollen ihn Ärzte gewarnt haben, dass die Geschwindigkeit, mit der er in seine morgendlichen Shows ging, irgendwann zu viel für ihn sein würde.

Dieses Foto teilte Frank Schambor im Februar 2024. Nach der Magenverkleinerung verlor er deutlich an Gewicht, stellte seine Ernährung um – und verlor mehr als siebzig Kilo
Foto: franky_hannover/Instagram
Schambor wog damals fast 180 Kilo. 2016 krempelte er sein Leben radikal um. Er ließ sich den Magen verkleinern und nahm mehr als 70 Kilo ab. Das alles tat er nicht nur für sich, sondern auch für seinen Sohn Gustav (heute 13). 2021 hängte er schließlich die geliebte Radiokarriere auch aus Liebe zu seinem Kind an den Nagel – der Tod des Vaters hatte ihm gezeigt, dass die Zeit wertvoll ist.

Inniges Vater-Sohn-Gespann: Mit Gustav ging Franky gern ins Kino, aß mit ihm bei ihrem Lieblings-Italiener in Hannover
Foto: franky_hannover/Instagram
Doch der Kontakt zu seinen Fans blieb. Auf Instagram teilte er selbstironische Videos, nahm seine Follower mit zur Zahnbehandlung, zeigte sich beim Football als stolzer Papa am Spielfeldrand. Nur vier Tage vor seinem Tod postete er auf Instagram ein Bild von einem Teller Nudeln und schrieb dazu: „Mein Sohn Gustav hat heute gekocht. Es gibt Spaghetti in einer Tomaten-Käse-Sauce, die exzellent abgeschmeckt ist.“
Was bleibt, ist die Erinnerung an Frankys Stimme, die seine Hörer viele Jahre lang begleitete. Darüber, wie er verabschiedet wird, wollen die Angehörigen in den nächsten Tagen informieren.

Auf Instagram versorgte Franky seine Fans mit regelmäßigen Updates – wie hier Mitte Juli, als er beim Finale der Fußball-WM mitfieberte
Foto: franky_hannover/Instagram