"Komödie der Verführung" / Josefstadt 2026

Im (Bühnen-)Nebel: Arthur Schnitzlers „Komödie der Verführung“, die Ildikó Gáspár für Marie Rötzers Einstandspremiere in der Wiener Josefstadt in Szene gesetzt hat.

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Patrick Rieser

Mit Nebel im Parkett und Videos in den Gängen, mit Beats auf der Bühne und Csárdás in den Logen – und: mit wenig Schnitzler, aber viel Disko eröffnete Ex-Landestheater-Intendantin Marie Rötzer ihre erste Herbstsaison an der Wiener Josefstadt.

Erst wummerten die Beats. Dann blendeten die Lichter. Dann zuckten auch noch die Glieder, als St. Pöltens Ex-Landestheater-Intendantin Marie Rötzer zur Einstandspremiere in Wiens Josefstadt lud. Und Arthur Schnitzlers „Komödie der Verführung“ in die Disko schickte. Dort tanzte in der Regie von Ildikó Gáspàr der Kaiser in Strapse und die Kaiserin in Boxershorts. Dort sagte eine Fürstin (cool: Ulli Maier) die Szenen an, dort seufzte eine Geige in der Loge, flackerten die Luster an den Samtwänden und lockte die Lust in die Gänge – und das vor (und hinter) der Videokamera.