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LGs OLED-TV-Oberklasse wartet mit einer echten Überraschung auf: Anstatt die beliebte OLED-C-Serie mit einer einheitlichen Panel-Technologie auszustatten, wählt der Hersteller 2026 einen neuen Weg.
LG wirbelt das OLED-Line-up 2026 gehörig durcheinander und ausgerechnet die preislich attraktiven Modelle der C-Serie könnten sogar die ehemaligen OLED-Flaggschiffmodelle G5 gehörig unter Druck setzen.
Der Preissturz der 2025er-OLED-Generation zeigt: Selbst High-End-TVs, wie LGs G5-OLEDs, lassen sich zur Hälfte der ursprünglichen UVP erwerben. Vergleicht man die aktuellen Marktpreise mit den unverbindlichen Preisempfehlungen der kommenden G6-OLED-TVs, fällt das Preis-Leistungs-Ergebnis meist zugunsten der alten TV-Modelle aus, obwohl LG bei den UVPs bereits den Rotstift angesetzt hat.
Doch um die letztjährigen G5-OLEDs zu schlagen, ist 2026 keinesfalls ein G6-OLED notwendig, denn LG hat noch eine echte Überraschung auf Lager.
C6-OLED-Modelle erstmals mit Tandem-Panel
LG kennzeichnet die leistungsstärksten OLED-TV-Modelle mit „Hyper Radiant Color“. Doch während die beste OLED-Technologie in der Vergangenheit der OLED-G-Serie vorbehalten blieb, passiert 2026 etwas Neues: Erstmals erhalten auch Modelle der OLED-C-Serie ein Tandem-OLED-Panel.
Dabei ist es bei der Kaufentscheidung wichtiger denn je, die richtige Bildgröße zu wählen: Ausschließlich die C6-OLEDs in 77 Zoll und 83 Zoll nutzen die leistungsstärkere Panel-Technologie und werden dementsprechend als Hyper-Radiant-Color-TVs in den Verkauf geschickt. Wer sich hingegen für kleinere C6-OLEDs entscheidet, muss auf die Tandem-Qualität verzichten.
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Mit einer UVP von 4000 Euro für den 77C6 und 5000 Euro für den 83C6 liegen die C6-Tandem-OLEDs zwar über den aktuellen Marktpreisen der G5-OLEDs, doch die Preispunkte liegen nah genug beieinander, sodass es nur wenige Monate dauern dürfte, bis sich die Marktpreise der C6-OLEDs dem derzeitigen G5-Niveau angleichen.
Der große Trumpf der C6-OLEDs
Alle C6-OLEDs profitieren vom Alpha-11-Prozessor der dritten Generation. Damit wird sogar der Alpha-11-Gen-2-Chip des letztjährigen G5 abgehängt. LG erhöht die Signalverarbeitungsqualität deutlich, sodass die C6-Modelle von einer 12-Bit-Farbkanal-Signalverarbeitung und einer 13-Bit-Graustufensignalverarbeitung profitieren, um das 10-Bit-OLED-Panel noch präziser anzusteuern.
Dadurch ergeben sich insbesondere in sehr dunklen Bildbereichen sichtbare Qualitätsvorteile und bisherige Banding-Artefakte sollen mit den C6-OLEDs der Vergangenheit angehören. Und mit vier HDMI-2.1-Schnittstellen und einer 165-Hz-4K-Signalunterstützung lassen sich auch aktuelle und zukünftige Gaming-Quellen in bester Bildqualität erleben.
Dank OLED-Tandem-Panel, Hyper Radiant Color, HDMI 2.1, 4K-165-Hz-Gaming und dem Alpha 11 Prozessor der dritten Generation müssen sich die C6 OLEDs in 77 und 83 Zoll nicht einmal vor den deutlich teureren G6-OLEDs verstecken. High-End-Technik wird 2026 damit noch erschwinglicher.
Warum der 77C6 besonders interessant ist
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In Anbetracht des Verhältnisses aus Bildqualität, Bildgröße und Preis könnte sich der LG OLED 77C6 zum wichtigsten Premium-OLED-TV des Jahres entwickeln – zumindest für alle, die ein Heimkinoerlebnis im Wohnzimmer verwirklichen wollen. Dazu zählt auch die Dolby-Atmos-Flex-Connect-Unterstützung, die regen Gebrauch von den neuen LG-Drahtloslautsprechern M5, M7 und W7 macht.
Auch wenn LG mit den Wallpaper-OLEDs W6 noch beeindruckendere Design-TVs auf den Markt bringt und die G6-OLEDs noch höhere Spitzenwerte als die C6-OLEDs erreichen werden, stellen die Tandem-OLEDs der C6-Serie ab 77 Zoll der womöglich beste Preis-Leistungs-Kompromiss in LGs Premium-OLED-Kategorie dar.
Zugleich deckt LG mit den C6-Tandem-OLEDs den XXL-TV-Bereich mit hochwertiger Bildtechnik zu preislich fairen Konditionen ab, der aktuell mehr und mehr von leuchtstarken RGB-Mini-LED-LCDs dominiert wird. Bereits zum Marktstart im Mai wird sich zeigen, ob LG mit dem 77C6 und 83C6 nicht nur die C5-Serie, sondern sogar die G5-OLEDs übertrumpft.
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