Bas Kast weiß, wie das Business läuft, schließlich ist es schon das 13. Buch, das er hier präsentiert. Da gehören Selfies mit potenziellen Käufern dazu. Und wenn ein Foto-Partner mal einen Kopf größer ist, stellt er sich halt auf die Zehenspitzen, null Problemo, wie Alf so schön sagte. Ein bisschen was von dem knuffigen Außerirdischen aus den Achtzigerjahren hat auch dieser gebürtige Pfälzer, der bis zum 15. Lebensjahr in den Niederlanden lebte und seitdem in Deutschland wohnt. Die herzhaft rauchige Synchronstimme von Tommi Piper geht ihm zwar ab, aber Kasts deutsch-holländischer Singsang hat schon auch was Knuddeliges. In Kombination mit der fröhlich-zugewandten Art, die man Niederländern zuschreibt, hilft das natürlich, wenn man per Buchvorstellung ein wenig Werbung betreibt. Wobei: Hat er das überhaupt nötig? Ist der 53-Jährige nicht eh schon ein seit Jahren gefeierter Erfolgsautor? Nun, beim Verlag war man der Meinung, dass man das ruhig nochmal betonen könne, und so werden Kasts Werke nicht bloß als schnöde Bestseller, sondern als Millionenbestseller bezeichnet.