Nach dem Tod von Schauspieler Ralf Richter hat seine Familie nicht nur mit großer Trauer zu kämpfen, sondern steht auch vor einem finanziellen Problem: Die Kosten für eine würdevolle Beisetzung übersteigen die Möglichkeiten der Hinterbliebenen. Bekannte haben deshalb eine Spendenkampagne organisiert.
Der Tod des Schauspielers Ralf Richter am 15. September hat nicht nur in der deutschen Film- und Fernsehbranche Bestürzung ausgelöst. Sein Sohn Maxwell Richter hatte die Nachricht vom Ableben des 69-Jährigen über Instagram geteilt und dabei bewegende Worte gefunden: „Für uns ist gerade eine Welt stehen geblieben“.
Doch neben der Trauer belastet die Angehörigen ein weiteres, ganz praktisches Problem: Die Beisetzung des Verstorbenen überfordert die Familie finanziell, wie unter anderem der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet.
„Der Verlust meines Vaters Ralf trifft unsere Familie tief. Gleichzeitig stehen wir vor den Kosten, die ein würdevoller Abschied mit sich bringt“, erklärt Maxwell Richter nun in einem weiteren Instagram-Beitrag. Aus dem Umfeld der Familie wurde daraufhin eine Spendenaktion organisiert, um die Hinterbliebenen in dieser schwierigen Situation zu entlasten.
Über 200 Spenden für Richters Beisetzung eingegangen
Auf der eigens eingerichteten Spendenseite würdigten die Initiatoren den Verstorbenen mit den Worten: „Für viele Menschen war er ein bekanntes Gesicht, eine markante Stimme und eine feste Größe des deutschen Films. Für seine Familie war er vor allem eines: Vater und Großvater.“ Die Kosten für eine angemessene Beerdigung seien von den Angehörigen allein nicht aufzubringen. Sämtliche eingehenden Beträge sollten vollständig der Familie zugutekommen und ausschließlich für die Ausgaben rund um den Abschied verwendet werden, versicherten die Organisatoren. Die Kosten für eine Erdbestattung betragen nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Bestatter e.V. zwischen 5.000 und 18.000 Euro – je nach Ausführung der Beerdigung.
Die Resonanz auf den Spendenaufruf fiel beachtlich aus: Am Donnerstagmorgen (Stand 10.00 Uhr) hatte die gesammelte Summe bereits das angestrebte Ziel von 8.000 Euro überschritten. Mehr als 200 Unterstützerinnen und Unterstützer hatten zu diesem Zeitpunkt einen Beitrag geleistet. Maxwell Richter bedankte sich bei den Spendern „für eure Unterstützung, eure Anteilnahme und dafür, dass ihr Ralf in Erinnerung behaltet“.

Trauer um „Das Boot“-Star
Ralf Richters Sohn äußert sich zur Erkrankung des Schauspielers
Richter litt an COPD und einer Herzunterfunktion
Wie Maxwell Richter gegenüber „Bild“ erläutert hatte, litt sein Vater an COPD sowie einer Herzunterfunktion. Gesundheitlich sei es dem Schauspieler „seit Längerem“ nicht gut gegangen.
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Der 1957 in Essen geborene Richter sammelte zunächst Erfahrungen auf der Theaterbühne, ehe ihm der Kriegsfilm „Das Boot“ den Sprung auf die Leinwand ermöglichte. Einem breiten Publikum wurde er vor allem durch Produktionen wie „Bang Boom Bang“, „Superstau“ und „Nicht mein Tag“ bekannt, in denen er häufig den raubeinigen Ruhrpott-Charakter verkörperte. Noch Anfang dieses Jahres war Richter in einer Episode der ZDF-Krimireihe „Notruf Hafenkante“ zu sehen gewesen; zudem stand er 2024 für die RTL-„Passion“ als Häftling Barabbas vor der Kamera. (red)
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Teaserbild: © imago/APress