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27.03.


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27.03.

53:00






Am Schauplatz
REPORTAGE Schnee von gestern, A 2018 / ?


Im Bild: Schladming. Jede Nacht fährt die Pistenraupenflotte aus, damit die Pisten für den nächsten Schitag perfekt präpariert sind.

Am Schauplatz

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Eine Reportage über das Sterben der kleinen Skigebiete in Österreich.
Während große Wintersportorte wie Schladming immer weiterwachsen und mit immer luxuriöseren Annehmlichkeiten punkten, kämpfen die Skigebiete in kleineren Gemeinden ums Überleben. Hauptursache für das Aus ist der Mangel an Naturschnee und die damit verbundenen hohen Kosten für künstliche Beschneiungsanlagen.
Schladming, eines der größten und bekanntesten Schigebiete Österreichs, ist das Paradebeispiel für den Trend zu immer mehr Komfort. Georg Bliem, Geschäftsführer der Planai-Seilbahnen: „Unsere Sessellifte sind gepolstert und beheizt. Man sitzt bei uns eigentlich wie im eigenen Wohnzimmer.“ Auch in Schladming war der natürliche Schnee diesen Winter Mangelware. Das sei kein Problem: „Wir brauchen keinen Naturschnee, wir haben Kunstschnee“, erklärt der steirische Pistenchef, „wichtig für uns ist vor allem, dass es in Wien und Graz ein paar Zentimeter schneit, damit die Menschen wissen, dass Winter ist.“
Während das Skifahren in Schladming boomt, müssen kleinere Schigebiete hart kämpfen. In Wald am Schoberpass zum Beispiel. Hier betrieb Susi Leitner seit 1972 einen Lift, den ihr Vater 1960 gebaut hatte. „Ab der Jahrtausendwende wurde es immer schwieriger“, erinnert sie sich. „Aber bis zuletzt dachte ich, jemand würde den Lift noch kaufen.“ Doch vor drei Jahren musste der Betrieb Insolvenz anmelden, und trotz zahlreicher Versuche, die Liftanlagen zu retten, wurde der Anlage schließlich vor wenigen Wochen versteigert – für nur 11.000 Euro an einen Unternehmer aus der Slowakei.
Ganz anders ist die Situation am Kasberg im oberösterreichischen Almtal. Hier hat sich die gesamte Region zusammengeschlossen, um ihre Lifte zu retten. Die Liftgesellschaft war 2023 in die Insolvenz geschlittert. Durch eine Sammelaktion kamen jedoch 600.000 Euro zusammen und der laufende Betrieb konnte vorerst gesichert werden. Friedrich Drack, der örtliche Malermeister und nun ehrenamtliche Geschäftsführer des Schigebiets, ist überzeugt: „Die großen Schigebiete brauchen uns kleine Schigebiete. Wo sollen denn sonst die Kinder Schifahren lernen? Dann ist bald Schluss mit der Schifahrer-Nation Österreich.“
Am Schauplatz Reporterin Julia Kovarik hat sich in den vergangenen Wochen angeschaut, wie hart der Konkurrenzkampf heimischer Skigebiete mittlerweile geworden ist.













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03.04.


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03.04.

51:00






Am Schauplatz
REPORTAGE Kampf um Kitzbühel, A 2018 / ?


Im Bild: Der Immobilienmarkt in Kitzbühel  steckt in einer nie dagewesenen Krise.

Am Schauplatz

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Wie Einheimische vielen Millionären in der Tiroler Tourismusmetropole das Leben schwer machen.
Wer zum Jetset der Superreichen gehören will, besitzt eine Immobilie in Kitzbühel. Vor allem der deutsche Geldadel hat sich in der Tiroler Tourismusmetropole niedergelassen. In Kitzbühel und den Nachbargemeinden sind unzählige Zweitwohnsitze entstanden. Der Verkaufspreis der Villen und Wohnungen bewegt sich oft im zweistelligen Millionenbereich.
Für die einheimische Bevölkerung brachte diese Entwicklung vielfältige Nachteile. Die Grundstückspreise in der Region sind explodiert, der Erwerb einer Wohnung für Familien kaum noch leistbar. Und viele kritisieren, dass der Großteil der prunkvollen Häuser fast das ganze Jahr leer stehen würde. Vor allem in der Nebensaison werden manche Ortsteile zum Geisterdorf.
Doch zuletzt hat sich der Wind gedreht. Bei vielen, vor allem deutschen Immobilienbesitzern geht die Angst um. Laut Tiroler Landesgesetz dürften viele in Kitzbühel keinen Zweitwohnsitz haben. Bereits in den 90er Jahren wurde eine Quote von 17% an Freizeitwohnsitzen für Kitzbühel festgelegt, damit der Ort nicht komplett zur Spekulationsfläche verkommt.
Alle Häuser, die nachher entstanden sind, müssen als Hauptwohnsitz, die meiste Zeit des Jahres bewohnt werden. Die Realität ist eine andere. Immer mehr Kitzbühelerinnen und Kitzbühelern wollen jetzt nicht mehr tatenlos zusehen. Weil die Kontrollen vieler Gemeinden zu lasch seien, werden immer öfter offensichtliche Zweitwohnsitze bei den Behörden angezeigt. Das zeigt Wirkung: So mancher einflussreiche Manager, darf seine Immobilie mittlerweile nicht mehr betreten.
Am Schauplatz-Reporterin Nora Zoglauer hat sich in den vergangenen Monaten vor Ort angeschaut, wie der Kampf um Kitzbühel für Aufregung sorgt.













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10.04.


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10.04.

48:00






Am Schauplatz
REPORTAGE Im Beisl am Eck, A 2018 / ?


Im Bild:  Robert, 59, Botendienstfahrer. Markt Stüberl Wien 2.

Am Schauplatz

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Ein journalistischer Blick in eine kleine Wiener Welt, wo die Zeit stillzustehen scheint.
In einer Welt, die sich viel zu rasch ändert, ist das kleine Beisl am Eck ein letzter Zufluchtsort. Für seine aktuelle Milieustudie trifft Am Schauplatz-Reporter Ed Moschitz in den kleinen Lokalen auf jene, die ihr aktuell schwieriges Leben bei einem Glas Wein oder Bier leichter ertragen. Dabei macht sich ein besonderes Wohlgefühl in den Alt-Wiener Beisln breit und es scheint, als wäre die Zeit hier irgendwann in den 70er oder 80er Jahren stehen geblieben.
Herr Christian, 55, sitzt seit eh und je auf seinem Stammplatz an der Theke im Kult Beisl in Wien Favoriten: „Das ist meine Familie“. Zwar habe sein Leben schon seit langem keinen Aufschwung mehr erlebt, doch er bleibe trotzdem täglich bis zur Sperrstunde. Dass seine Frau ihn längst verließ und er kürzlich auch die Arbeit verlor, tue seiner Zuneigung zum Stamm Beisl keinen Abbruch.
„Ein paar Jahre im Gefängnis“, hat Herr Robert, 59, schon hinter sich. Angeblich wegen Gewaltdelikten. Die Tätowierungen im Gesicht hätte er jedoch nur machen lassen, weil sein Bruder starb: „Um ein Zeichen zu setzen“. Als Reaktion auf die heutige Jugend, bei der es keinen Zusammenhalt mehr gäbe: „Die wollen nur studieren, brauchen aber eigentlich mehr Strenge und Härte“, wie er im Markt-Beisl erklärt.
„Die im Parlament verdienen viel zu viel und uns bleibt nichts“, schimpft Roman, 55, und Gabi, 56 im Kult Beisl, in Wien Favoriten. Beide haben ihr Leben lang hart gearbeitet, sind sie sicher. Sie als Kindergärtnerin, er als Glaser. Heute reiche ihr gemeinsames Geld kaum mehr bis zum Monatsende: „Wären wir nicht so von Ausländern überrannt würde es uns allen hier besser gehen“.
Herr Abdulla, 50, hingegen ist schon als junger Mann nach Österreich geflüchtet. Ganze fünf Mal hat die Behörde den damals illegal beschäftigten Bauarbeiter wieder in sein Heimatland abgeschoben. Der Mazedonier jedoch hat nicht lockergelassen und ist immer wieder gekommen. Meist nachts durch den Wald, ohne Papiere und ohne Geld. Mehr als 30 Jahre später ist er zwar auf dem Papier Österreicher, für die anderen im Beisl blieb er „der Yugo“. Der „Lieblings Yugo“ wie der Wirt im Cafe Albatros korrigiert: „Abdulla hat schon vielen von uns die Wohnung renoviert“.













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17.04.


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17.04.

53:00






Am Schauplatz
REPORTAGE Zurück nach Syrien?, A 2025


Im Bild: Der Muslim Marwan ist seit knapp zehn Jahren in Österreich und näht die Gewänder der Benediktiner-Mönche und des Abtes.  "Wir sind froh, dass wir Marwan haben - als Mensch und als Schneider", sagt Abt Gerhard Hafner. Schneider gehören zu den Mangelberufen. Marwan kann sich nicht vorstellen,

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Vor zehn Jahren sind hunderttausende Menschen aus dem Krieg in Syrien nach Österreich geflüchtet. Viele haben Deutsch gelernt, Arbeit gefunden und ihre Kinder hier in Schulen geschickt. Was passiert jetzt mit den Menschen, nachdem das Assad-Regime gestürzt wurde. Müssen sie jetzt so schnell wie möglich wieder heim, wie österreichische Politiker verlangen? Was bedeutet das für Unternehmen, die sich auf syrische Mitarbeiter in Mangelberufen verlassen? Und wie hat das tödliche Messerattentat in Villach, die Situation verändert? „Am Schauplatz“-Reporterin Tiba Marchetti war in den vergangenen Wochen in ganz Österreich unterwegs, um diese Fragen für ihre Reportage zu beantworten.
Amal Solaiman ist mit ihrer Familie 2015 nach Wien gekommen. Heute ist sie Heimhilfe beim Roten Kreuz. „Ich hätte gern die Sicherheit, hier bleiben zu dürfen,“ wünscht sie sich. Ihr Arbeitgeber wünscht sich das auch, „Wir sind auf die Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen“, sagt er.
In der Küche des Restaurants Papa Joe`s in Schladming arbeiten ausschließlich Syrer. „Sie sind fleißig und zuverlässig – und sie trinken nicht“, schwärmt der Chef Bernd Rüscher. Um seine Mannschaft halten und durchbeschäftigen zu können, ist er heuer von einem Saisonbetrieb zu einem Ganzjahresbetrieb umgestiegen.
Unter den Syrern mit Asylstatus geht dennoch die Angst um, nicht bleiben zu dürfen. „Seit dem Sturz Assads schreiben uns jeden Tag hunderte Leute, und fragen, wie es jetzt weitergeht,“ sagt der Obmann vom Verein Freie syrische Gemeinde. Nach dem tödlichen Attentat in Villach hat der Verein eine Demonstration gegen Gewalt organisiert. „Wir sind gegen Terror, wir sind solidarisch mit den Österreichern.“
„Ich bin auf der Straße auch schon Terroristin geschimpft worden,“ erzählt Salua, die 17-jährige Tochter der Heimhilfe Amal. „Aber die meisten Leute sind sehr nett“, lacht sie. „Ich habe nicht nur eine Heimat, sondern zwei.“













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08.05.


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08.05.

48:00






Am Schauplatz
REPORTAGE 100 Jahre Leben, A 2018 / ?


Im Bild: "Ich bin ein Theaterkind, ich habe sogar Hans Moser und viele andere Stars persönlich gekannt", das sagt Aloisia M. aus Kitzbühel. Ihr Vater war Theaterdirektor im Wien der 30er Jahre. Immer sei sie der gesellschaftliche Mittelpunkt gewesen, erzählt sie im Interview. Warum? Weil sie immer l

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Eine Reportage über die Geheimnisse von über 100 Jahre alten Österreicherinnen und Österreichern
Immer mehr Menschen feiern ihren 100. Geburtstag. In Österreich gibt es derzeit rund 1700 über Hundertjährige, mehr als 85 Prozent davon sind Frauen. Forscher prognostizieren weltweit einen rapiden Anstieg dieser Altersgruppe. So hat sich in Wien beispielsweise die Anzahl der Hundertjährigen innerhalb von 20 Jahren von knapp 200 auf über 400 verdoppelt.
Die verbesserte medizinische Versorgung und die sozialen Lebensumstände sind ein wesentlicher Grund dafür, dass Menschen immer älter werden. Am Schauplatz Reporterin Gudrun Kampelmüller hat vier über 100jährige Menschen besucht und nach ihren Lebensrezepten befragt.
Da ist etwa die 105-jährige Salzburgerin Barbara Breitfuß, genannt U-Berg-Babsi. Eine ehemalige passionierte Bergsteigerin, die auf Bewegung und Disziplin schwört – mehr als 1000-mal hat sie den Untersberg bestiegen. Oder die 103-jährige Aloisia Meissner, genannt „Lucy“ in Kitzbühel. Die Tochter eines Wiener Theaterdirektors kannte Schauspiel-Größen wie Hans Moser oder Paula Wessely noch persönlich. Die elegante Dame sprüht vor Lebensenergie und versucht so oft wie möglich Verwandte und Freunde außerhalb des Pensionistenheims zu treffen. Denn, die sozialen Kontakte und die Gesellschaft von Menschen würden sie „frisch halten“.
„Mein Geheimnis sind Bewegung und kein Alkohol“, verrät Gottfried Bistumer, der älteste Schifahrer Österreichs. Er zeigt uns in seiner Kärntner Heimat, wie gut er noch auf den Pisten unterwegs ist. Der 100-Jährige ist außerdem Orchideen-Liebhaber und spielt seit über 50 Jahren Blitzschach mit seinem Freund Bruno.
Toleranz anderen gegenüber, Zufriedenheit und regelmäßige Besuche beim Friseur- und im Kosmetikstudio, – verrät die 102-jährige Maria Ruhs wie man gesund alt werden kann. Denn, auch im hohen Alter dürfe man sich nicht gehen lassen, sagt die Wahl-Wienerin, die vor mehr als 80 Jahren der Liebe wegen aus Köln nach Österreich gezogen ist.













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03.07.


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03.07.

51:00






Am Schauplatz
REPORTAGE Innsbruck – die teuerste Stadt Österreichs, A 2018 / ?


Im Bild: Mini-Appartement - auf 16 Quadratmetern verstaut ein Mieter sein gesamtes Hab und Gut.

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Eine Reportage warum die Mieten in der Tiroler Landeshauptstadt für viele unleistbar geworden sind
Die Wohnung von Herbert F., einem pensionierten Innsbrucker ist sechzehn Quadratmeter groß. Er bezahlt 450 Euro Miete im Monat. Das sind 28 Euro pro Quadratmeter. Einige seiner NachbarInnen in dem heruntergekommenen Haus mitten in Innsbruck zahlen sogar noch mehr für ihr Mini-Appartement: bis zu 650 Euro monatlich.
Innsbruck ist nicht nur ein teures, sondern auch ein gefragtes Pflaster. Mehr als 30.000 Studierende leben in der Alpenstadt, viele davon aus Deutschland. Die Nachfrage nach Mietwohnungen ist also groß und das Angebot begrenzt. Das treibt die Mieten in die Höhe. Während für viele Innsbruck unleistbar geworden ist, freuen sich AnlegerInnen über steigende Mieterträge.
„Am Schauplatz“-Reporterin Beate Haselmayer besucht in Innsbruck heruntergekommene Mini-Wohnungen, luxuriöse Eigentumsdomizilie und rentable Anlageobjekte. Sie zeigt, wer von den horrenden Mietpreisen profitiert und konfrontiert Politiker mit der Preisexplosion am Mietmarkt.













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07.08.


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07.08.

51:00






Am Schauplatz
REPORTAGE Jedes Jahr Lignano, A 2018 / ?


Im Bild: Der öffentliche Strand in Lignano Sabbiadoro wird über Pfingsten zur Partyhochburg.

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Für viele Österreicherinnen und Österreicher ist es ein Ritual: Einmal im Jahr nach Lignano fahren. Der knapp 7.000 Einwohner Ort an der Oberen Adria in Italien wächst in den Sommermonaten auf 200.000 Menschen an. Weit mehr als die Hälfte der ausländischen Gäste kommt aus Österreich. Als Saisonauftakt gilt Pfingsten: Auch heuer strömten wieder 20.000 junge Österreicher und Österreicherinnen nach Lignano Sabbiadoro, um dort mit reichlich Alkohol unter dem selbsternannten Motto „tutto gas“ zu feiern. Ausgebucht war der Badeort allerdings nicht, weil manche Traditionsurlauber- und Urlauberinnen gerade an diesem Wochenende einen Bogen um die Stadt machen. Der gebürtige Wiener Gerhard ist heuer bereits das 60. Jahr in Folge am Strand von Lignano Pineta. Der 61jährige bezeichnet sich als Sparfuchs und kommt mit seiner Frau bevorzugt in der Vor- und Nachsaison an die Adria, länger als 14 Tage bleiben sie nie. Der Salzburger Thomas hingegen arbeitete mehr als 20 Jahre lang in der Sommersaison in Lignano. Mittlerweile lebt er mit seiner Familie dort und betreibt eine Pension, die auch bei österreichischen Gästen beliebt ist. Am Schauplatz Reporterin Nicole Kampl zeigt Lignano während und abseits von Pfingsten und geht der Frage nach, warum jedes Jahr so viele Österreicherinnen und Österreicher in den Badeort strömen.













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14.08.


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14.08.

49:00






Am Schauplatz
REPORTAGE Geschäfte im Retourgang, A 2025


Im Bild: Die Post liefert in Österreich etwa 250 Millionen Pakete aus.

Am Schauplatz

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Eine Reportage über das lukrative Geschäft mit den zurückgesendeten Paketen von Amazon & Co.
500 Millionen Pakete werden pro Jahr in Österreich verschickt. Rund zehn Prozent gehen wieder zurück an ihren Absender. Doch viele davon werden nicht mehr angenommen. Sei es, weil Verpackungen schon geöffnet wurden oder die Ware etwa kaputt ist. Während noch vor einiger Zeit Produkte mit geringem Wert schlicht vernichtet wurden, hat sich mittlerweile rund um diese „Retouren“ ein eigener Markt entwickelt. Die Am Schauplatz-Reportage „Geschäfte im Retourgang“ zeigt diesen zweiten Weg des Konsums.
Von Montag bis Sonntag, egal zu welcher Tageszeit. Bernd Lackner, einer der großen Retourenhändler in Österreich, arbeitet de facto immer, denn in seinem Lager in Judendorf-Straßengel nördlich von Graz herrscht reger Warenein- und Ausgang. Er bekommt die Retouren von großen Internethändlern oder Paketdiensten. „Welche Waren genau kommen, weiß ich nicht, auch ob sie funktionieren, kann ich nicht sagen“, sagt Herr Lackner, während er mit dem Gabelstapler einen LKW voller Paletten mit günstiger Elektronikware entlädt. Er schlichtet und sortiert die Ware und verkauft sie schließlich weiter.
So etwa an Lisa und Mario Michtich. Die beiden betreiben in Wolfau im südlichen Burgenland ein kleines Geschäft namens „Retourenschätze“. In der Region sind die beiden ein Nahversorger für allerlei. Von Elektro- und Elektronikgeräten, über Kochtöpfe, bis Kleidung und Spielzeug findet sich bei ihnen alles. „Würden wir die Waren nicht verkaufen, würden sie wohl geschreddert auf der Deponie landen“, sagen die Michtichs. Auch Herr Mario weiß nicht, ob jene Geräte, die er kauft, auch funktionieren: „Es ist ein bisschen wie Schwammerl suchen, man braucht auch Glück, aber unterm Strich geht es sich aus.“
Am Schauplatz-Reporter Alfred Schwarzenberger hat sich auf die Suche begeben und blickt hinter die Kulissen des Millionengeschäfts mit Rücksendungen.













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21.08.


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21.08.

51:00






Best of Am Schauplatz
REPORTAGE Denkwürdige Am Schauplatz-Reportagen aus drei Jahrzehnten in Kurzform, A 2025

Best of Am Schauplatz

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Das Aufzeigen von sozialen Missständen, das Aufsuchen von Parallelwelten in unserer Gesellschaft, die einen manchmal traurig zurückgelassen und manchmal auch zum Lachen gebracht haben, das zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte von „Am Schauplatz“.
Ungerechtigkeiten, Alltagssorgen und Alltagskonflikte: Darum geht es beim Schauplatz seit 30 Jahren. Oft fliegen die Fetzen, oft fließen Tränen. Die Idee ist bis heute: Menschen, die in Medien sonst eher weniger zu Wort kommen, reden zu lassen, Mut zu haben, Bilder und Szenen unkommentiert zu zeigen, um eine möglichst unverfälschte Lebensrealität einzufangen. Damit wurde „Am Schauplatz“ zu einer der meistausgezeichneten Sendungen des ORF.
Kim Kadlec zeigt unter anderem folgende Highlights aus dem Am Schauplatz-Archiv.
Eine Reportage über einen Casting-Aufruf im Gemeindebau. In einem Projekt sollen Bewohner und Bewohnerinnen der Wiener Gemeindebauten mit außergewöhnlichen Talenten zu Musical Stars werden (2009, „Blumen aus dem Gemeindebau“).
Eine Reportage über die ersten Protagonisten der so genannten Prepper-Szene. Am Schauplatz zeigt Männer, die sich daheim auf Atomunfälle und andere Katastrophen vorbereiten und hierfür umfassende Umbauarbeiten in ihren Wohnungen vornehmen (1999, „Eingebunkert“)
Eine Reportage über Männer, die von Frauen gemietet werden, als Begleitung für Tanzabende, als Stripper für Damenrunden oder sogar als Callboys. Am Schauplatz spricht mit den Herren über ihre Arbeit und die Wünsche ihrer Kundinnen (1996, „Männer zum Mieten“)
Eine Reportage über Mietwucher, illegale Massenquartiere in Wien und unhaltbare Wohnsituationen in alten Zinshäusern. Am Schauplatz berichtet über prekärste Wohnverhältnisse und zeigt das Leid der Betroffenen (2011, „Nur ein Bett“).
Eine Reportage über streitbare Mieter, die immer neue Kritik an der Arbeit der Hausmeisterinnen haben und die Position der Hausmeisterinnen, die sagen, dass Querulanten ihnen das Leben schwer machen (2007, „Nicht mit mir!“)
Eine Reportage über Männer die viele Jahre ihres Lebens im Gefängnis verbracht haben. Am Schauplatz begleitet ihr einsames Leben nach dem Knast und ihre Versuche, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren (2011, „Stammgast hinter Gittern“).
Eine Reportage über eine organisierte Busreise für Österreicher und Österreicherinnen nach Kroatien. Am Schauplatz begleitet die Reisenden und zeigt ihre Eindrücke und Erfahrungen im nahen und doch so fremden Ausland (1996, „Die Traumreise“)













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28.08.


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28.08.

50:00






Am Schauplatz
REPORTAGE Ein Leben für das Ringelspiel, A 2018 / ?


Im Bild: St. Pöltner Volksfest 2025: Tausende Menschen sind auch heuer zu Pfingsten wieder auf das St- Pöltner Volksfest gekommen und haben sich am VAZ Freizeitgelände vergnügt. Der Rummelplatz mit unzähligen Fahrgeschäften war von 11 Uhr vormittags bis 2 Uhr früh geöffnet. Das Geschäft ging gut, sa

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Es ist eines der ältesten Gewerbe Österreichs, die Schaustellerei. Wer als Schaustellerin arbeitet, der ist monatelang auf Achse, von einem Ort zum anderen. Die Saison dauert rund 120 Tage. Pro Jahr werden etwa 20 Voksfestplätze angefahren und bis zu 100.000 Kilometer mit riesigen Sattelschleppern und Wohnwägen zurückgelegt. Es ist ganz ein spezieller Beruf: körperlich anstrengend, wetterabhängig – ein fixer Arbeitsplatz mit fixen Arbeitszeiten ist es auf jedenfall nicht. Am Schauplatz Reporterin Gudrun Kampelmüller begleitet Menschen, die mit dem Fahrgeschäft-Gewerbe ihr Geld verdienen, die auf kleine und große Volksfest-Plätze reisen, um anderen Menschen mit Karussell und Autodrom Freude zu bereiten.













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04.09.


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04.09.

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Am Schauplatz
REPORTAGE Frau Annemarie und der Gemeindebau, A 2018 / ?


Im Bild: Frau Annemarie lebt seit Jahrzehnten im Gemeindebau und beobachtet die gesellschaftlichen Entwicklungen. Sie würde oft gerne plaudern, aber die Ausländer verstehen kein Deutsch, klagt sie. "In jede Gemeindebauwohnung, die frei wird, kommen  Ausländer. Das ist alles unser Steuergeld!", sagt

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Frau Annemarie lebt seit Jahrzehnten im Gemeindebau und beobachtet die gesellschaftlichen Entwicklungen in der Stadt mit viel Unverständnis. Eine Reportage von Julia Kovarik über Migration, Nachbarschaftskonflikte und das schwierige Miteinander zwischen Alteingesessene und Zugewanderten im Wiener Gemeindebau.













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18.09.


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18.09.

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Am Schauplatz
REPORTAGE Badeschluss – Das Ende der Schwimmbäder, A 2025


Im Bild: Das Hallenbad in Axams (Tirol) ist seit einem Jahr geschlossen. Jetzt soll ein neues Bad erreichtet werden.

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Eine Reportage über den oft verzweifelten Kampf vieler Gemeinden um den Erhalt von nicht mehr finanzierbaren Schwimmbädern
In ganz Österreich stehen Gemeinden vor schwierigen Entscheidungen: Steigende Energiekosten, Sanierungsstaus und leere Gemeindekassen führen dazu, dass immer mehr Frei- und Hallenbäder zusperren müssen. Das Schwimmbad um die Ecke war lange eine Selbstverständlichkeit. Jetzt wird es zum Luxus, den sich viele Orte nicht mehr leisten können.
In Schönberg am Kamp im niederösterreichischen Waldviertel ist das Freibad seit einem Jahr geschlossen. „Wir scheitern kläglich an den Kosten. In der jetzigen Situation haben wir das Geld für eine Sanierung des Schwimmbades nicht“, sagt Bürgermeister Alois Naber. Eine Bürgerinitiative hat sich nun zum Ziel gesetzt das Schwimmbad doch noch zu retten. Eine Bewohnerin sagt: „Ich habe hier schwimmen gelernt. Meine vier Kinder lieben das Wasser. Sie können sich Schönberg ohne Schwimmbad gar nicht vorstellen.“
Doch die Situation muss nicht immer so ausweglos sein. In Pinkafeld im Burgenland konnte sich die hochverschuldete Gemeinde das Hallenbad nicht mehr leisten – dann wurde das Bad vom Land Burgenland gerettet, zur Freude der Badegäste. Ein Pensionist ist überzeugt: „Die Schwimmbäder können gar nicht zu teuer sein. Wissen Sie wie hoch die Kosten für das Gesundheitssystem sind, wenn die Leute krank werden, weil sie sich zu wenig bewegen?“ Bademeister Werner Ulreich stimmt ihm zu: „Ich finde ein Schwimmbad ist wie ein Kinderspielplatz. Diese Dinge muss die öffentliche Hand einfach zur Verfügung stellen.“
Am Schauplatz-Reporterin Kim Kadlec war im Sommer in mehreren Bundesländern unterwegs und dokumentiert, wie Hallen- und Freibäder in ganz Österreich nach und nach verschwinden und welche Folgen das für uns alle hat. Und sie zeigt, wie engagierte Bürger und Bürgerinnen versuchen, Schwimmbäder zu retten und sie zur Not sogar selbst betreiben, damit die Kinder der kommenden Generation doch noch daheim schwimmen lernen können.













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25.09.


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25.09.

50:00






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REPORTAGE Geschäftsmodell Abzocke, A 2018 / ?


Im Bild: Schauplatz Reporterin Ulla Kramar-Schmid spricht mit Anrainerin.

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Eine Reportage über Konflikte auf privaten Grundstücken zwischen Schikane und echter Besitzstörung.
Der Ärger über Anwalts-Schreiben, die wegen eines schnellen Umdrehens oder kurzen Haltens auf einem Parkplatz mit einer Klage wegen Besitzstörung drohen, ist in den letzten Jahren immer größer geworden. Wer nicht zahlt, dem droht eine Verhandlung vor Gericht. Anwälte, Autofahrer-Clubs und nun auch die Politik versuchen, dieser Abzocke einen Riegel vorzuschieben. Doch wo handelt es sich um Schikane – und wo um wirkliche Besitzstörung? Ulla Kramar-Schmid und Christoph Seibel sind für die „Am Schauplatz“-Reportage „Geschäftsmodell Abzocke quer durch Österreich gefahren und haben Betroffene besucht.
„Wie ich aussteige, sehe ich die kleinen Schilder, dass du eine Besitzstörungsklage bekommst, wenn du stehen bleibst. Ich schau links, schau rechts, auf jeden Fall bin ich sofort wieder eingestiegen und weggefahren – und hab mir nichts dabei gedacht“, erzählt eine Betroffene, die in Salzburg kurz auf einem schlecht ausgeschilderten Parkplatz neben einem Einkaufscenter gehalten hat. Drei Wochen später hat sie eine Zahlungsaufforderung von 350 Euro erhalten – mit einer Klagsandrohung, sollte sie nicht einzahlen.
Doch es hat sich auch gezeigt: Nicht jede Drohung mit einer Besitzstörungsklage ist Schikane. In Dornbirn etwa wird ein Bauernhof an einer Bundesstraße notorisch als Wendeplatz für PKW und LKW missbraucht. „Man hat mir darum schon den Hund zusammengefahren, denn der Hund ist einem Auto nachgelaufen, weil das war sein Revier. Und es sind drei kleine Kinder da, immer musst du sagen, ihr dürft da nicht vor gehen, weil da sind Autos.“, erzählt die Bäuerin.













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02.10.


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02.10.

49:00






Am Schauplatz
REPORTAGE Die Supergurus, A 2018 / ?


Im Bild: Roswitha S. und Werner K. (Mitte) haben ebenfalls tausende Euros für das Wundergerät ausgegeben. Sie wollen vom Physiker der TU Wien, Stefan Uttenthaler (links) wissen, um was es sich bei diesem Gerät handelt.

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Eine Reportage über die vielen falschen Erfolgsversprechen in der boomenden Coachingszene
Egal ob Reichtum, Persönlichkeit, Gesundheit oder Liebe – für jeden nur erdenklichen Bereich des Lebens gibt es Coaches, die ein erfolgreiches und erfülltes Leben versprechen. Coaching boomt. Man muss nur das richtige Mindset haben, wie es im Fachjargon heißt, die richtige Einstellung, dann schafft man es spielerisch zu Glück und Wohlstand. Immer mehr Menschen vertrauen Coaches und sind bereit in kurzer Zeit tausende Euros zu bezahlen.
Am Schauplatz Reporterin Nora Zoglauer hat in den vergangenen Monaten in der österreichischen Coachingszene recherchiert. Sie hat Investmentpunk Gerald Hörhan getroffen, aber auch Menschen besucht, die auf der Suche nach Glück, Reichtum und Erfolg viel Geld verloren haben. „Die Beschäftigung mit dem verunsicherten „Ich“ ist in unübersichtlichen Zeiten ein lukratives Geschäft geworden“, sagt Ulrike Schiesser, Leiterin der Bundesstelle für Sektenfragen. Einen seriösen- von einem unseriösen Coach zu unterscheiden ist oft kaum möglich, da die Berufsbezeichnung Coach nicht geschützt ist. Jeder kann in Österreich als Coach sein Geld verdienen.













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30.10.


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30.10.

50:00






Am Schauplatz
REPORTAGE Mieter raus, A 2018 / ?


Im Bild: Tourist:innen mit Rollkoffern in Wohngegenden sind längst Teil des Wiener Stadtbilds. Für die Stadt wird das jedoch zunehmend zum Problem: Es gibt weniger Wohnraum für Einheimische, die Mieten steigen. Im Juli 2024 hat die Stadt deshalb die Regeln für Kurzzeitvermietungen - etwa über Airbnb

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Touristen rollen ihre Koffer durch Wiener Wohngegenden, um für ein paar Tage „wie Einheimische“ zu leben. Doch was passiert mit denen, die dort wirklich gewohnt haben? Am Schauplatz zeigt, wie aus Wohnungen lukrative Ferienunterkünfte werden – und wie Nachbarn ihr Zuhause für Touristen verlieren.













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20.11.


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20.11.

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REPORTAGE In der Verbotszone – Alltag auf den gefährlichsten Plätzen, A 2018 / ?


Im Bild: Andreas, 57 (li.) und Christian, 54 (re.) vor dem Amtshaus in Floridsdorf: "Wir sind Floridsdorfer, das ist unser Amtshaus".

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– Eine Reportage über den Alltag an den gefährlichsten Plätzen Wiens.
Soziale Brennpunkte wie der Keplerplatz in Favoriten oder der Praterstern gelten als Hotspots von Gewalt und Kriminalität. Schauplatz-Reporter Ed Moschitz taucht ein in eine Welt voller Regeln, Vorurteile – und alltäglicher Gefahr.
– Keplerplatz: Waffenverbotszone mit Konfliktpotenzial. „Sie brauchen sich ja nur umschauen, was hier los ist, seit die alle da sind“, klagt Herr Salvatore (72) auf der Favoritenstraße. Gemeint sind vor allem junge Männer aus Syrien, die sich zwischen Reumannplatz und Keplerplatz aufhalten – Orte, der durch Messerstechereien und Gewalt traurige Bekanntheit erlangten. Seit März 2024 gilt hier eine Waffenverbotszone. Die Polizei kontrolliert mit Überwachungskameras, zieht beinahe jeden zweiten Tag Waffen ein – Bußgelder bis zu 4600 Euro drohen. Neben jungen Syrern, berichten auch zwei Favoritnerinnen über ihre Zeit im Gefängnis wegen Drogen- und Gewaltdelikten. „Einmal Keplerplatz, immer Keplerplatz“, sagen sie.
– Alkoholverbot in Floridsdorf: Am Bahnhof Floridsdorf wurde im Februar 2025 ein Alkoholverbot verhängt. Hintergrund: Eine Gruppe von rund 40 Stammgästen – meist österreichische Trinker – fiel durch Belästigungen und Straftaten auf. Heute sitzen einige von ihnen demonstrativ mit Bierdosen vor dem Bezirksamt, das außerhalb der Verbotszone liegt. Christian (54), seit früher Jugend auf der Straße, verteidigt den Protest: „Wir sind Floridsdorfer, das ist unser Amtshaus.“ Viele Anwohner hingegen fühlen sich durch die neu formierte Szene bedroht – und von der Stadtpolitik im Stich gelassen.
– Praterstern: Gewalt trotz Verbotszonen. Auch rund um den Praterstern gilt seit 2019 ein Waffen- und Alkoholverbot. Dennoch wurden seither 549 Waffen sichergestellt – 200 davon bei Österreichern. Mike (38) ist seit seinem 14. Lebensjahr Teil der Drogenszene. „Wenn du zur Polizei gehst, bist du ein Wamser“, sagt er. Der Handel mit Substitutionsmitteln sichert hier vielen das alltägliche Überleben.
Ob Alkohol- und Waffenverbotszonen tatsächlich mehr Sicherheit bringen, bleibt umstritten. Kritiker sprechen von Symbolpolitik. Befürworter sehen darin ein Mittel zur Eindämmung von Kriminalität. Fest steht: Strenge Regeln und hohe Strafen verändern zumindest das Bild – wenn auch nicht unbedingt die Realität auf der Straße.













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27.11.


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27.11.

48:00






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REPORTAGE Pfandsammeln, A 2018 / ?


Im Bild: Dominic legt bei der Pfandsuche im Sommer mehrerer Kilometer pro Tag zurück.

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– Eine Reportage über Menschen, die für ein paar Euro den Müll durchsuchen
Vier Flaschen bringen einen Euro, rechnet die Pensionistin Margit vor. Sie sucht in Mistkübeln im Linzer Volksgarten nach verwertbarem Leergut. Obwohl sie bis fünfundsechzig gearbeitet hat, kommt sie mit ihrer Pension gerade einmal über die Runden. „Die Pfandflaschen helfen ein bisschen“, erklärt sie im „Schauplatz“-Interview. Sie nimmt aber nur das, was im Mistkübel oben aufliegt. Herumwühlen möchte sie aus hygienischen Gründen lieber nicht. Was in den neu installierten Pfandringen abgestellt wird, überlässt sie Menschen, denen es schlechter geht als ihr. Zum Beispiel Obdachlosen.
In Wien gibt es keine Pfandringe. Vincent greift auf seiner Suche nach Flaschen und Dosen tief in die Mistkübel hinein. Um fünf Uhr in der Früh beginnt seine Sammeltour. Er hat sich zum Ziel gesetzt, jeden Tag zehn Euro mit Pfand zu verdienen. Das Geld braucht er für Essen und Getränke. Der gebürtige Tscheche lebt unter einer Brücke in Wien.

„Am Schauplatz“-Reporterin Beate Haselmayer und ihr Kamerateam porträtieren Menschen, für die jeder Cent zählt.













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04.12.


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04.12.

50:00






Am Schauplatz
REPORTAGE Alltag am Limit, A 2025


Im Bild: Sarah Zeller, Obfrau des Vereins JUNO, auf der Baustelle eines Wohnprojekts in Wien. Hier entstehen 21 Wohnungen für Alleinerziehende.

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– Alleinerziehende zwischen Inflation und Überlastung
Jede fünfte Familie in Österreich besteht aus nur einem Elternteil und hat damit ein Haushaltseinkommen. Alleinerziehende sind besonders armutsgefährdet, vor allem in Zeiten der Teuerung. Die Probleme beginnen bereits nach der Trennung mit der Suche nach einer Wohnung: In Wien hat Claudia trotz guten Jobs erst über den Verein JUNO eine Wohnung gefunden. JUNO arbeitet mit Stadt und Bauträgern zusammen um leistbaren Wohnraum speziell für Alleinerziehende zu schaffen. Im Burgenland hat Alexandra nach der Scheidung als Alleinerziehende keinen Kredit bekommen, um mit den Kindern im gemeinsamen Haus zu bleiben. Sie zog in eine Genossenschaftswohnung, in der sie im Wohnzimmer schläft. In Salzburg ist Silke nach acht Jahren alleine mit vier Kindern ausgebrannt. Obwohl sie arbeitet, würde sie ohne Sozialhilfe nicht über die Runden kommen. Um Geld zu sparen kauft sie die Grundnahrungsmittel ausschließlich über der Grenze in Freilassing ein. Am Schauplatz Reporterin Nicole Kampl zeigt wie Alleinerzieherinnen in Zeiten von hoher Inflation jedes Monat über die Runden kommen und wie leistbarer Wohnraum für sie entstehen kann.













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08.01.


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08.01.

49:00






Am Schauplatz
REPORTAGE Kommissar DNA, A 2018 / ?


Im Bild: Pollenanalytiker Dr. Michael Kozlik (Leiter des Labors) und Assistentin Selina Stindl bei der Arbeit. Im Bundeskriminalamt in Wien wird derzeit eine Abteilung aufgebaut, die sich verstärkt mit der Pollenanalyse (Palynologie) beschäftigt. 
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Wie die Wissenschaft der Polizei hilft komplexe Kriminalfälle aufzuklären.
Dass Tatverdächtige ausgeforscht und überführt werden können, ist ein wesentlicher Verdienst von Wissenschaftlern wie Molekularbiologen, Gerichtsmedizinern oder Pollenanalytikern. Seit den 1990er Jahren wird die forensische Molekularbiologie verstärkt für Strafprozesse vor Gericht eingesetzt. Eine DNA-Spur gilt vor Gericht mittlerweile als wichtiges Indiz. Wie arbeiten Molokularbiologen oder Pollenanalytiker? Wie werden DNA-Spuren gesichert und aufbewahrt? Und wohin entwickeln sich die modernen Analyseformen – Stichwort „künstliche Intelligenz“?
Am Schauplatz Reporterin Gudrun Kampelmüller geht in ihrer Reportage „Kommissar DNA – mit Wissenschaftlern auf Verbrecherjagd“. Österreich war weltweit eines der ersten Länder, das 1997 eine DNA-Datenbank eingeführt hat. Bisher konnten mehr als 45.000 Straftaten nur durch die DNA geklärt werden.
Professor Franz Neuhuber und sein Molekularbiologen-Team konnten beispielsweise in Salzburg jüngst einen Mord und einen schweren Unfall klären. In beiden Fällen tappten die Ermittler jahrelang im Dunkeln. Erst DNA-Treffer führten sie zu Personen, die tatverdächtig waren. „Für mich war es wichtig, dass der Schuldige gefasst wurde, damit er sieht, was er angerichtet hat“, sagt Unfallopfer Anna. Sie wurde von einem unbekannten Mann mit einem Fahrrad niedergestoßen und schwer verletzt am Weg liegengelassen.
Gerichtsmediziner Fabio Monticelli kritisiert, dass viel zu selten Obduktionen angeordnet werden. Nur 1-2 von 100 Toten werden obduziert, sagt der Mediziner und damit würden viele Todesfälle, auch Morde, für immer ungeklärt bleiben. „Ich habe sogar schon erlebt, dass ein Leichenbeschauer eine Schussverletzung übersehen hat, erzählt der Leiter der Gerichtsmedizin in Salzburg.
Die Eltern von Angela D. kämpfen schon seit neun Jahren um die Wiederaufnahme der Ermittlungen rund um den Tod ihrer Tochter in Linz. Die Polizei ging 2017 von einem Suizid aus, die junge Frau sei vom Balkon ihrer Wohnung gesprungen. Freunde und Eltern glauben das aber nicht. Viele Fragen seien noch offen, sagen sie. Unter anderem fand sich eine fremde männliche DNA auf der Wärmeflasche von Angela D. Kann diese Spur helfen, den Fall wieder aufzunehmen?













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22.01.


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22.01.

50:00






Am Schauplatz
REPORTAGE Kampf ums Krankenhaus, A 2025


Im Bild: Bei einer gut besuchten Bürgerversammlung im Kurhaus in Bad Aussee in der Steiermark beschließt die Bevölkerung Protestmaßnahmen gegen die Schließung ihres Krankenhauses.

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– Wie Reformen im Gesundheitssystem Ängste und Wut schüren.
Immer mehr Menschen am Land verlieren den Zugang zu ärztlicher Versorgung: Fachärzte nehmen keine neuen Patienten mehr, Hausärzte finden keine Nachfolger – und nun sollen auch Krankenhäuser schließen. In der Am Schauplatz-Redaktion häufen sich Hilferufe aus ländlichen Regionen, in denen viele einen medizinischen Kollaps befürchten. Am Schauplatz-Reporterin Kim Kadlec reist in betroffene Orte wie Gmünd im Waldviertel oder Bad Aussee im Salzkammergut. Dort kämpfen Bürgerinnen und Bürger für den Erhalt ihrer Spitäler – aus Angst vor längeren Wegen und verspäteter Hilfe im Notfall. Viele fühlen sich von der Politik im Stich gelassen, die Stimmung wird zunehmend wütend und aufgeheizt. Gleichzeitig sagen Experten: Um das überlastete Gesundheitssystem zu entlasten, müsse man Leistungen bündeln. Doch die Angst um die Versorgung vor Ort lässt bei vielen Misstrauen und Widerstand wachsen.













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29.01.


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29.01.

49:00






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REPORTAGE Bauruine statt Luxusresort, A 2018 / ?


Im Bild: Pass Thurn, Protestkundgebung .

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Eine Reportage über Luxusresorts, Baustopps und die Angst vor Geisterdörfern in Österreichs schönsten Regionen
An den schönsten Orten Österreichs sind in den vergangenen Jahren unzählige Chaletdörfer und Apartmentresorts aus dem Boden geschossen. Immobilien galten als sichere Wertanlage – und Österreich war bei heimischen wie internationalen Investoren begehrt. In manchen Alpentälern und an beliebten Seen leben heute bereits mehr Zweitwohnsitzbesitzer als Einheimische.
Viele Menschen wollten diese Entwicklung nicht länger hinnehmen. Quer durchs Land regte sich Widerstand gegen immer neue Luxusprojekte, Protestbewegungen entstanden, einige Bundesländer verschärften ihre Gesetze.
Doch mit der anhaltenden Krise am Immobilienmarkt ist die Lage gekippt: Steigende Baukosten, hohe Zinsen und fehlende Investoren bringen immer mehr Projektentwickler in Bedrängnis. Baustellen stehen still, Arbeiten werden unterbrochen – Projekte bleiben unvollendet.
Wälder wurden gerodet, Wiesen verbaut – doch die versprochene Wertschöpfung für die Region bleibt oft aus: kaum neue Arbeitsplätze, dafür immer häufiger Millionenpleiten. Was aber passiert mit jenen Anlagen, die nicht fertiggestellt werden? Anrainer befürchten verlassene Bauruinen und Geistersiedlungen – und fordern politische Konsequenzen.
Seit Jahren begleitet Am Schauplatz-Reporterin Nora Zoglauer Immobilienprojekte im ganzen Land, die besonders viel Widerstand ausgelöst haben – und zeigt, was bleibt, wenn Investoren aussteigen und das große Versprechen zerbricht.













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26.02.


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26.02.

50:00






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REPORTAGE Alleingelassen, A 2018 / ?


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– Wenn Angehörige selbst nach der Wahrheit suchen müssen
Was passiert eigentlich, wenn die Justiz einen Fall als gelöst sieht aber noch viele Fragen offen sind. Am Schauplatz begleitet einen Sohn dessen Mutter spurlos verschwunden ist und eine Mutter, deren Tochter ermordet wurde. Sie fühlen sich allein gelassen, von der Polizei, der Staatsanwaltschaft und der Justiz.













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05.03.


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05.03.

48:00






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REPORTAGE Ein Hundsleben, A 2018 / ?


Im Bild: Herr Andreas, mit Hund Benno, leben derzeit in einem Haus der Caritas.

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Eine Reportage über das besondere Verhältnis von Menschen und Hunden.
Die Österreicher lieben ihre Hunde: In jedem fünften Haushalt lebt mindestens einer, insgesamt sind es rund 830.000. Kein Wunder, so ein Hund, der widerspricht nie und er ist in guten, wie in schlechten Zeiten treu – oft genug ist er der bessere Begleiter. Eine Am Schauplatz-Reportage von Ed Moschitz über Menschen, deren Lebensglück auf vier Pfoten liegt.
Günter ,68, hat sein Leben lang in der Reinigungsbranche gearbeitet, um sich in Wien-Simmering ein kleines Sommerhaus zu schaffen. Im Ruhestand ist der Alltag ruhig – vielleicht zu ruhig. „Meine Frau und ich sind wie Tag und Nacht“, sagt Günter, der seine Aufmerksamkeit vor allem seinem Hund Charlie schenkt.
Auch Frau Holecek, 76, bleibt dank Hund Bauxi stets in Bewegung. Der kleine Frühaufsteher hält sie ordentlich auf Trab – vermutlich einer der Gründe, warum die ehemalige Bäckergesellin noch so flott auf den Beinen ist. Seit dem Tod ihres Mannes wäre ihr Leben ohne Bauxi „sehr einsam“.
Herr Michael, 45, hat früh schwere Schicksalsschläge erlebt: Der Tod der Mutter, eigene schwere Erkrankungen gefolgt von 17 Operationen und einem Absturz in die Drogenszene. „So richtig Halt“ fand er erst mit Hund Alpha – beide schafften gemeinsam den Kokain-Entzug. Eine Verbindung „für immer“.
Manuela, 49, und Herbert, 64, leben auf 30 Quadratmetern, mit vier Hunden und drei Katzen. Platz ist relativ, Zeit haben sie genug. Beide erlebten in ihrer Kindheit viel Gewalt. Herbert fand erst Trost bei Hund Strolchi: „Der hat mir wirklich gutgetan.“
Andreas, 56, versucht alles, um Hund Beno zu schützen. Oft blieb er selbst hungrig, damit für Benos Futter Geld übrig war. Den letzten Winter verbrachten sie sogar auf Parkbänken und in Müllcontainern. Erst ein Wohnheim der Caritas brachte wieder ein wenig Ruhe – für Mensch und Hund.













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13.03.


02:15


13.03.


02:15






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REPORTAGE Preisfrage Essen, A 2018 / ?

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Die Lebensmittelpreise sind in Österreich im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Immer mehr Menschen können sich den Wocheneinkauf nicht mehr leisten und sind auf Unterstützung von Sozialmärkten angewiesen. Dort ist der Andrang so groß, dass Grundnahrungsmittel wie Öl oder Mehl von Großhändlern zugekauft werden müssen. Die Politik versucht mit Maßnahmen wie einer geringeren Mehrwertsteuer für Grundnahrungsmittel für Entlastung zu sorgen. Doch billige Preise setzen die heimische Landwirtschaft unter Druck. Was bedeuten die Lebensmittelpreise für Konsumentinnen und Produzenten?













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13.03.


12:09


13.03.


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Am Schauplatz
REPORTAGE Preisfrage Essen, A 2018 / ?

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Die Lebensmittelpreise sind in Österreich im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Immer mehr Menschen können sich den Wocheneinkauf nicht mehr leisten und sind auf Unterstützung von Sozialmärkten angewiesen. Dort ist der Andrang so groß, dass Grundnahrungsmittel wie Öl oder Mehl von Großhändlern zugekauft werden müssen. Die Politik versucht mit Maßnahmen wie einer geringeren Mehrwertsteuer für Grundnahrungsmittel für Entlastung zu sorgen. Doch billige Preise setzen die heimische Landwirtschaft unter Druck. Was bedeuten die Lebensmittelpreise für Konsumentinnen und Produzenten?