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Die „Impf-Affäre“ rund um die Schweizer Fußball-Nationalmannschaft weitet sich aus. Nach Granit Xhaka stolpert nun auch der frühere Bundesliga-Profi Breel Embolo über gefälschte Nachweise einer Corona-Impfung und wird die kommenden Länderspiele nicht bestreiten.

Ärger für Breel Embolo
Foto: GETTYA/AFP/SID/Leonardo Fernandez
„Breel Embolo hat den Schweizerischen Fußballverband (SFV) über die heute in den Medien bekannt gewordene Angelegenheit aus seinem Privatleben informiert“, teilte der Verband am Freitag mit: „Daraufhin hat die Verbandsführung entschieden, dass der Spieler nicht wie vorgesehen zur Mannschaft stoßen und die Nati den laufenden Zusammenzug ohne ihn bestreiten wird.“
Schweizer Medien berichteten am Freitag, dass sich Embolo im Jahre 2021 über ein Mitglied der Hells Angels gefälschte Zertifikate besorgt hatte. Demnach habe die Basler Staatsanwaltschaft am 25. November 2025 einen Strafbefehl wegen mehrfacher Anstiftung zu Urkundenfälschung gegen den früheren Schalker und Gladbacher Stürmer erlassen. Embolo erhielt damals eine „bedingte Geldstrafe“ von 20 Tagessätzen zu 3000 Franken.
Embolo sagte gegenüber „Schweiz heute“: „Ich habe eingesehen, dass mein damaliges Handeln nicht richtig war, und dafür die Verantwortung übernommen. Deshalb habe ich den Strafbefehl akzeptiert.“ Aufgrund des am Freitag publik gemachten Strafbefehls entschied sich die Verbandsführung gegen eine Anreise Embolos, der mittlerweile für Atlanta United in den USA spielt.
Unter der Woche hatte bereits der frühere Gladbacher und Leverkusener Xhaka (33) den Erwerb eines Zertifikates eingeräumt. Nachdem die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern bereits Ermittlungen wegen eines möglicherweise gefälschten Nachweises eingeleitet hatte, gab der frühere Bundesliga-Profi am Montag in einem Beitrag auf Instagram zu, aufgrund von „Ängsten und Verunsicherung“ die Bestätigung einer Covid-Impfung gekauft zu haben. Auch Xhaka reiste nicht zur Nationalmannschaft.
Die Schweizer bestreiten Auswärtsspiele gegen Nordmazedonien und Schottland (26. und 29. September). Am 3. und 6. Oktober tritt die Schweiz dazu in Luzern gegen Slowenien und Nordmazedonien an.
© 2026 SID