Die Austragung eines Fußballspiels zwischen einem belgischen und einem israelischen Club bereitet dermaßen große Probleme, dass es jetzt in Düsseldorf stattfinden muss – und zwar unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Royale Union Saint-Gilloise und Hapoel Be’er Scheva spielen in der dritten Partie der Europa League gegeneinander. Doch einen Ort dafür zu finden, war offenbar alles andere als leicht.
Da die Heimstätte der Belgier, das Stade Joseph Marien bei Brüssel, nicht den Bedingungen des europäischen Fußballverbandes UEFA entspricht, muss das Team ohnehin ausweichen. Stattdessen wird normalerweise rund 35 Kilometer entfernt in Leuven gespielt. Der dortige Bürgermeister, Mohamed Ridouani, untersagte das Spiel gegen den israelischen Club aber – und begründete den Schritt mit Sicherheitsbedenken. „Ich ziehe dort konsequent die Linie. Wir können die Sicherheit nicht garantieren“, sagte er dem belgischen Sender „VRT“.
Nachdem klar war, dass das Spiel nicht in Leuven stattfinden kann, habe man sich unmittelbar auf die Suche nach Alternativen gemacht, heißt es von Union Saint-Gilloise. „Unsere Präferenz war es, ein Stadion in der Nähe von Brüssel zu finden, in dem wir unsere Fans willkommen heißen können. Leider war dies aus Sicherheitsgründen nicht möglich“, schreibt der Club. Kurzum: Niemand in der Nähe wollte das Spiel gegen den israelischen Verein ausrichten.
Bei der Suche wurde man schließlich in Düsseldorf fündig. Nun findet die Partie am 22. Oktober um 18.45 Uhr in Düsseldorf statt – ohne Fans. „Wir sind der Stadt Düsseldorf und Fortuna Düsseldorf sehr dankbar, dass sie uns empfangen“, schreiben die Belgier. Die Fortunen haben zur fraglichen Zeit ohnehin ein Auswärtsspiel: Sie müssen in der Drittliga-Partie am 24. Oktober bei Hansa Rostock antreten.