Das ÖSV-Aushängeschild siegt bei der Abfahrt in Courchevel, die Kugel in der Königsdisziplin geht an Marco Odermatt.
Vincent Kriechmayr hat den Abfahrtsfluch der Österreicher gebrochen und erstmals seit fast drei Jahren wieder eine Abfahrt gewonnen. Der 34-jährige Oberösterreicher setzte sich am Freitag in Courchevel im vorletzten Downhill-Rennen der Saison durch und feierte seinen 20. Weltcupsieg, den zehnten in der Abfahrt. Marco Odermatt sicherte sich wie erwartet schon vor dem Saisonfinale auch die kleine Kristallkugel. Kriechmayr gewann vor dem Italiener Giovanni Franzoni und Odermatt.
Am Ende hatte Kriechmayr einen Vorsprung von neun Hundertstel auf Franzoni, Odermatt lag 0,31 Sek. zurück. Olympiasieger Franjo von Allmen schied aus und vergab seine Mini-Chance, seinen Landsmann in der Abfahrts-Weltcupwertung noch abzufangen. Odermatt wusste schon vor seiner Fahrt, dass ihm nach der großen Weltcupkugel zum dritten Mal en suite auch die kleine in der Abfahrt sicher ist. Raphael Haaser (+0,74) sorgte als Fünfter für sein bisher bestes Abfahrtsergebnis unmittelbar vor Daniel Hemetsberger (+0,95), womit die Österreicher auch mannschaftlich stark wie lange nicht waren.
Kriechmayr hatte am 15. März 2023 in Soldeu für den bisher letzten ÖSV-Abfahrtssieg gesorgt. 23 Rennen war Rot-Weiß-Rot ohne Sieg in dieser Disziplin geblieben. Der Oberösterreicher, der noch nicht entschieden hat, ob er nach dieser Saison weitermacht, hat einmal mehr bewiesen, wie wichtig er für das ÖSV-Team ist. Auf der Eclipse hatte Kriechmayr 2022 beim Weltcup-Finale schon einmal einen Sieg gefeiert, ein Jahr später bei der WM 2023 auf dem gleichen Hang wurde er als Titelverteidiger nur Elfter.

Kriechmayr in Courchevel. Gepa
Österreichs Abfahrtsteam hat damit auch die Überlegenheit der Schweizer, die bis auf Kitzbühel sämtliche Saisonabfahrten gewonnen hatten, durchbrochen. Kriechmayrs Sieg war auch erst der zweite Podestplatz nach seinem zweiten Rang in Wengen. (APA)
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