Übervoll ist Wien derzeit wieder einmal von Ausstellungen. Hier ein knapper Überblick über die, die Sie jetzt wirklich sehen müssen.
Prophezeiung: Das könnte die Ausstellung des Jahres werden. Das Leopold Museum arbeitete schließlich auch acht Jahre daran, diese große Retrospektive mit Hauptwerken von Gustave Courbet in Wien zeigen zu können. Vom skandalösen „Ursprung der Welt“ bis zum sentimentalen Spätwerk am Genfer See wird hier alles serviert. Pflichttermin. Bis 21. Juni, tägl. außer Di. 10–18 Uhr
Chalisée Naamani wurde 1995 in Paris geboren, die Ausstellung war vor der Kunsthalle Wien im Palais de Tokyo zu sehen. Léa Scheldeman
Kleidung ist (nicht nur) im Iran politisch, darauf zielt die iranisch-französische Künstlerin Chalisée Naamani ab, die derzeit das Erdgeschoß der Kunsthalle Wien im MQ füllt: Mit „Bildgewändern“ und einem textilen Kampfsport-Ring, der in der Region übrigens oktogonal ist. Allein aus Solidarität sollte man einen Blick wagen. Bis 6. 4., Di.–So. 10–18h, Do. 10-20h.
Das ist schon spektakulär und endlich auch so präsentiert: Gustav Klimts eins zu eins Entwürfe für das Fries im Speisezimmer des Brüsseler Palais Stoclet Georg Mayer
Seit Kurzem ist die berühmte Wien-um-1900-Sammlung des MAK neu aufgestellt: Markus Schinwald hat die Räume zum geheimnisvollen Parcours umgestaltet. Luster blinken rhythmisch, KI simuliert die originalen Zimmer und Klimts riesige Stoclet-Mosaik-Entwürfe dürfen endlich glänzen. Di. 10–21 Uhr, Mi.–So. 10–18 Uhr.
Sebastiano Mainardi (1466–1513), Maria mit dem Kind, dem Johannesknaben und zwei Engeln, um 1500, Öl auf Holz LIECHTENSTEIN. The Princely Collections, Vaduz–Vienna
Das Gartenpalais Liechtenstein an sich ist schon ein Erlebnis, oft kann man hier nicht einfach hineinspazieren und das auch noch generös ohne Eintritt zahlen zu müssen: Noch bis 6. April ist genau das aber möglich, gezeigt wird noch dazu eine der besten Ausstellungen, die man hier bisher sehen konnte. Vor einem aufgebreitet und mit sensationellen Leihgaben belegt, wird nichts weniger als die Geschichte des europäischen Kunstmarkts. Bis 6. April, täglich 10-18 Uhr, Eintritt frei.
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