Um 12.00 Uhr beginnt der Test mit einer 15 Sekunden langen Sirenenprobe. Um 12.15 Uhr folgt das Zivilschutzsignal „Warnung“. Dabei ist drei Minuten lang ein gleichbleibender Dauerton zu hören. Er weist auf eine Gefahrensituation hin.
Um 12.30 Uhr folgt das Signal „Alarm“: Ein etwa einminütiger, auf- und abschwellender Heulton bedeutet, dass eine Gefahr unmittelbar bevorsteht. Um 12.45 Uhr folgt die Entwarnung mit einem einminütigen Dauerton.
Im Ernstfall Informationen beachten
Mit dem jährlichen Probealarm werden einerseits die technischen Einrichtungen des Warnsystems überprüft. Andererseits soll die Bevölkerung mit den verschiedenen Signalen und deren Bedeutung vertraut bleiben. Der bundesweite Zivilschutz-Probealarm findet seit 1998 jeweils am ersten Samstag im Oktober statt.

Grafik: APA/ORF; Quelle: Zivilschutzverband
Bei einer tatsächlichen Warnung oder einem Alarm sollten Betroffene weitere Informationen über Radio, Fernsehen oder andere behördliche Informationskanäle verfolgen. Welche Schutzmaßnahmen notwendig sind, hängt von der jeweiligen Gefahrensituation ab. Am Samstag handelt es sich ausschließlich um einen Test. Es besteht keine Gefahr.
Probealarm auch auf Mobiltelefonen
Parallel zu den Sirenen wird auch AT-Alert getestet. Um 12.00 Uhr verschickt das Innenministerium österreichweit eine Testwarnung. Um 12.45 Uhr lösen die Landeswarnzentralen der neun Bundesländer weitere Testmeldungen für ihr jeweiliges Landesgebiet aus. In Grenzregionen kann daher auch eine zusätzliche Meldung aus einem Nachbarbundesland empfangen werden.
AT-Alert ergänzt das bestehende Warnsystem. Behörden können damit regionale oder flächendeckende Warnmeldungen über die Mobilfunknetze an Mobiltelefone in einem betroffenen Gebiet senden. Eingesetzt werden kann das System beispielsweise bei Extremwetter, Naturkatastrophen, drohenden Überschwemmungen oder Waldbränden.
Beim Test am Samstag ertönt auf den Mobiltelefonen ein auffälliger Warnton. Nach Angaben des Landes Niederösterreich ist die Testmeldung auch dann in voller Lautstärke zu hören, wenn das Mobiltelefon lautlos geschaltet ist. Zusätzlich erscheint auf dem Bildschirm der Hinweis, dass es sich um eine Testnachricht handelt.
Sieben Teilausfälle im Vorjahr
Beim Probealarm im vergangenen Jahr funktionierten 99,71 Prozent der 2.450 Sirenen in Niederösterreich einwandfrei. Bei sieben Sirenen wurde ein Teilausfall festgestellt – mehr dazu in Probealarm: Teilausfall bei sieben Sirenen (noe.ORF.at; 04.10.2025).
Auch der damalige Test von AT-Alert verlief nach Angaben des Landes erfolgreich. Österreichweit wurden 2025 insgesamt 8.364 Sirenen überprüft. 8.327 davon beziehungsweise 99,56 Prozent funktionierten einwandfrei.
Die Sirenensignale zum Anhören