Die Salzburger Bergrettung steuert nach eigenen Angaben in diesem Jahr auf einen neuen Einsatzrekord zu. Vom 1. Januar bis zum 1. Oktober 2026 verzeichnete der Österreichische Bergrettungsdienst (ÖBRD) Salzburg demnach 725 Einsätze. Das sind 75 mehr als im Vorjahr zum gleichen Zeitpunkt. Dass der bisherige Rekord aus dem Jahr 2019 von 793 Einsätzen zum Jahresende übertroffen wird, sei daher „durchaus möglich“.
Landesleiter Richard Freicham wies im Rahmen der 79. Landesversammlung der Salzburger Bergrettung darauf hin, dass die Herausforderungen für die Bergrettung immer größer werden. 4.636 Bergrettungskräfte waren bislang in diesem Jahr im Einsatz und leisteten über 11.000 Einsatzstunden.
Bergrettung steuert auf Einsatzrekord zu: Mehr Tote und Verletzte geborgen
Sie mussten 633 Personen bergen. 292 mussten in Krankenhäuser gebracht werden (2025: 259), 310 blieben glücklicherweise unverletzt. 31 Menschen konnten nur noch tot geborgen werden. Das sind drei mehr, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Die steigenden Einsatzzahlen führt die Bergrettung Salzburg (zuständig etwa für die Großglockner-Gruppe, die Kitzbüheler Alpen und das Dachsteingebirge) unter anderem auf die zahlreichen Lawinenabgänge im Frühjahr und alpinen Notfälle im Sommer zurück, als das schöne Wetter viele Menschen in die Berge lockte.
Selbstüberschätzung am Berg „ein großes Thema“
Auffallend sei dabei gewesen, dass die Anzahl an erschöpften Personen im Vergleich zu den Jahren davor gestiegen ist. Bergsportlerinnen und Bergsportler seien im Hitze-Sommer teils zu spät aufgebrochen. „Die Kondition reichte nicht aus, es wurde zu wenig an Getränken mitgenommen, die Tourenplanung war mangelhaft und die Wetterprognose wurde nicht beachtet“, heißt es.
Ohnehin seit Selbstüberschätzung am Berg auch dieses Jahr wieder „ein großes Thema“. In diesem Zusammenhang appelliert die Bergrettung, „die Touren gründlich zu planen und bei auftretenden Problemen sofort umzukehren beziehungsweise den Bergrettungsnotruf 140 zu wählen“.
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