Die EU-Kommission beauftragt die Internationale Energieagentur mit einer Einschätzung der mittelfristigen Folgen der Ölfreigabe.

Die EU hat die Internationale Energieagentur (IEA) nach der jüngsten Freigabe von Ölreserven um eine Einschätzung der mittelfristigen Folgen gebeten. Es gelte festzustellen, welche Auswirkungen der Schritt für die Versorgungssicherheit habe, teilte die EU-Kommission am Freitag mit. Zu dem Thema habe am Donnerstag die Öl-Koordinierungsgruppe der EU beraten, die Mitgliedstaaten bei der Absprache zur Ölversorgung unterstützt.

Dabei hätten die EU-Länder bekräftigt, dass sie derzeit kein Risiko für die Ölversorgung der Gemeinschaft sähen. Die IEA, ein Zusammenschluss der großen Ölverbraucherländer, hatte am Mittwoch die koordinierte Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl angekündigt, um für Entspannung auf den Rohölmärkten zu sorgen.

Der Ölpreis war infolge des Iran-Krieges in die Höhe geschnellt – es handelt sich um einen der schwersten Ölschocks seit den 1970er-Jahren. Die Freigabe der IEA von Notfallreserven in diesem Umfang ist die bisher größte derartige Intervention in der Geschichte der Organisation. Die 32 Mitgliedstaaten hatten dem Schritt laut IEA einstimmig zugestimmt.

Für die Ölverbraucher steht beim Iran-Krieg derzeit vor allem die Straße von Hormuz im Fokus. Die Meerenge, die zwischen dem Iran und dem Oman liegt, ist für die Ölexporteure am Persischen Golf wichtig. Seit die USA und Israel am 28. Februar ihre Angriffe auf den Iran begonnen haben und dieser seinerseits Ziele in der Region attackiert, ist der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz praktisch zum Erliegen gekommen. (APA/Reuters)

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