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Schon bald im TV zu sehen: Bei „The Voice of Germany“ hat es Mario Jackl aus Rosenheim in die „Blind Auditions“ geschafft. © Joyn/Claudius Pflug
Vor drei Jahren kam ihm die eigene Hochzeit dazwischen, jetzt wagt Mario Jackl aus Rosenheim den Schritt ins Fernsehen: Ermutigt von seiner Frau tritt der 31-jährige Musiker bei „The Voice of Germany“ an. Welchen Coach er sich wünschen würde – und wie groß das Lampenfieber war.
Rosenheim – Eigentlich wäre Mario Jackl (31) vor drei Jahren fast schon einmal auf der großen Bühne bei „The Voice of Germany“ gestanden. Dann kam dem Rosenheimer aber etwas in die Quere – nämlich seine eigene Hochzeit. Jackl ist leidenschaftlicher Musiker. Dass er früher oder später auch die große Bühne suchen würde, war fast schon vorprogrammiert. Als er dann vor drei Jahren im Auswahlverfahren von „The Voice of Germany“ recht weit war, stand aber auch seine Hochzeit an. Daher wurde der Traum von den „Blind Auditions“ erstmal auf Eis gelegt.
„The Voice of Germany“: Jackls Frau motivierte ihn zur Teilnahme
Jetzt war es ausgerechnet seine Frau, die ihm noch einmal den nötigen Anstoß gab. „Wir haben vergangenes Jahr einen Song veröffentlicht mit dem Titel ‚Human‘, der für mich ganz viel Bedeutung hat“, erzählt Jackl im OVB-Interview. Doch leider verlief der Release eher durchwachsen. „Da bin ich heimgekommen, habe ein bisschen gejammert und meine Frau sagte nur: ‚Mir langt’s jetzt. Bevor ich mir dein Gejammer noch länger anhöre, machst du da jetzt nochmal mit. Du hast nichts zu verlieren.‘“ Auch eine Arbeitskollegin bestärkte ihn. Nach einem erneuten Bewerbungsprozess und Vorsingen in Berlin stand der Rosenheimer schließlich vor den Kameras – und den Coaches. Am Samstag (10. Oktober) wird er mit seiner Blind Audition bei „The Voice of Germany“ zu sehen sein.
Jackls musikalische Wurzeln liegen tief in seiner Familie. „Bei uns gab es schon immer viel Musik. Das ging schon bei meinen Großeltern los“, erinnert er sich. Einer seiner Großväter war sogar 25 Jahre lang auf dem Rosenheimer Herbstfest aktiv – zwei Jahrzehnte davon als Kapellmeister der Festzeltkapelle. So wuchsen Mario und sein Bruder wie selbstverständlich mit der Musik auf.
Erste Bühnenerfahrung schon in der Grundschule
Die ersten Schritte auf der – fast schon großen – Bühne machte er in der Grundschule: Als Drache Koks im Kindermusical „Ritter Rost“ sammelte er erste Gesangserfahrungen. „Der Text sitzt heute noch“, sagt er und lacht. Mit knapp neun Jahren begann er mit Gitarrenunterricht, ehe er – inspiriert durch den Film „School of Rock“ – aufs Schlagzeug wechselte. Mit 16 Jahren kam der Gesangsunterricht dazu und im Alter von 15 Jahren startete er mit dem Schreiben eigener Songs.
Schon mit 17 Jahren stand Mario Jackl erstmals bei einer Hochzeit auf der Bühne. Die Musik war also schon früh ein fester Bestandteil seines Lebens. Wohl das Herzstück seiner künstlerischen Arbeit ist das Pop-Duo „Sincerely Yours“, gemeinsam mit seinem Bruder. Die Songs schreibt Jackl selbst und nimmt sie zu Hause auf, ehe der bekannte Produzent Stephan Zeh aus Riedering ihnen den letzten Schliff verleiht. „Alles wird bei mir in der Wohnung recorded. Dann ist es wichtig, dass jemand Drittes drüberschaut und ein anderes Gefühl reinbringt, damit man nicht im eigenen Brei schwimmt“, erklärt der Musiker.
Dass er nach der Schule die Musik nicht gleich zu seinem Beruf gemacht hat, bereut er rückblickend ein wenig: „Ich habe mich damals nicht getraut. Jeder, der einen künstlerischen Beruf probieren möchte, sollte es unbedingt machen. Es ist nie zu spät, etwas anderes zu machen, aber irgendwann ist es vielleicht zu spät für den Traum.“
Die Musik ist schon lange fester Bestandteil von Mario Jackls Leben. © privat„The Voice of Germany“: Diese Coaches waren Jackls Favoriten
Umso intensiver erlebte er die Zeit bei „The Voice of Germany“. Unter den Talenten herrschte dabei kein Konkurrenzdruck, sondern große Verbundenheit: „Du bist in einer Bubble, man kommt sich vor wie bei ‚High School Musical‘ oder ‚Camp Rock‘. Es ist echt wie eine kleine The-Voice-Familie geworden.“ Ein wenig Lampenfieber blieb aber natürlich nicht aus vor dem großen Auftritt. Das lag aber weniger am Publikum im Studio, sondern eher an der ungewohnten Situation, Teil einer TV-Show zu sein. „Vor Leuten zu stehen, bin ich gewohnt. Der Gamechanger waren die sechs Kameras, die auf dich gerichtet sind. Da denkt man sich schon: Besser nicht stolpern“, sagt er und lacht.
Ein anderes Format als „The Voice“ wäre für den Rosenheimer nie infrage gekommen: „Es ist einfach das seriöseste Format. Hier geht es wirklich um die Musik.“ Und einen klaren Wunsch hatte er für die Aufzeichnungen ebenfalls: „Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich definitiv zu Nico Santos oder Rea Garvey gehen.“ Wie seine „Blind Audition“ letztlich verlief, ob sich einer der vier Coaches umgedreht hat und wie es für Mario Jackl weiterging, darf er noch nicht verraten. Das sehen die Zuschauer in der neusten Staffel von „The Voice of Germany“ bei ProSieben.
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