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Die Sorge um die iranischen Fußball-Frauen hält an. Am Abend des 10. März (Ortszeit) flog das Nationalteam von Sydney in Australien wieder Richtung Iran. Am 11. März landeten sie zum Zwischenstopp in Kuala Lumpur (Malaysia), wurden dort in ein Hotel gebracht – und sind seitdem von der Bildfläche verschwunden.

Ein Video auf X zeigt die Frauen, wie sie in der Lobby eines Hotels, angeblich des Hyatt, sitzen und ihre Aufpasser von einem Exil-Iraner konfrontiert werden. „Was hast du ihnen erzählt, um sie so zu verängstigen? Willst du dich an denen rächen, die geblieben sind, und die anderen in den Iran bringen? Du bist ein Niemand im Vergleich zu deinem großen Mann Chamenei, und der ist tot. Warum also bringst du diese Frauen in den Iran? Um Rache zu nehmen?“

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Das Drama um die Spielerinnen begann, als sie sich während des Asia Cups beim Spiel gegen Südkorea am 2. März weigerten, die Hymne mitzusingen und zu salutieren. Im iranischen Staatsfernsehen wurden sie deswegen als „Verräterinnen“ bezeichnet. Aktivisten versammelten sich vor dem Hotel und berichteten, dass die Frauen per Hand das Hilfezeichen gemacht hätten. Der australische Innenminister Tony Burke ließ nichts unversucht, um allen Spielerinnen Hilfe anzubieten. Fünf Fußballerinnen flüchteten daraufhin am 8. März aus dem Team-Hotel und bekamen humanitäre Visa in Australien.

Der australische Innenminister Tony Burke mit den fünf Spielerinnen, die aus dem Team-Hotel in Gold Coast flüchteten

Der australische Innenminister Tony Burke mit den fünf Spielerinnen, die aus dem Team-Hotel in Gold Coast geflüchtet sind

Foto: AP

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Kurz vor dem Abflug aus Sydney ergriffen noch zwei weitere Spielerinnen die Chance zur Flucht. Wobei eine allerdings ihr Visum später zurückgab und sich in der iranischen Botschaft in Canberra meldete. Der Druck auf sie muss immens gewesen sein, da die Mullah-Schergen auch die Familien im Iran zur Erpressung missbrauchen.

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Bei der Landung in Kuala Lumpur wurden die Fußballerinnen am Flughafen gefilmt. Auch da sind sie umringt von Mullah-Schergen, die sie auf Schritt und Tritt bewachen und auch ständig ihre Telefone kontrollieren. Es heißt, drei weitere Spielerinnen hätten der malaysischen Polizei mitgeteilt, sie wollten nicht in den Iran zurück. Ob die Frauen immer noch in Malaysia versteckt gehalten werden oder mittlerweile wieder in den Iran verschleppt wurden, ist nicht bekannt.