Mit fünf Siegen war Titelverteidiger LASK makellos in die Bundesliga-Saison 2026/27 gestartet, erlebt derzeit jedoch eine Durststrecke. Inklusive dem 0:1 bei der historischen Champions-League-Premiere in Athen warten die Linzer Athletiker seit vier Pflichtpartien auf einen vollen Erfolg. Nach dem 1:2 beim SK Sturm Graz, dem 3:3 in Hartberg, gab es heute auch die erste Heimniederlage, mit 0:2 vs. Tabellenführer SK Rapid. Außerdem hat der BL-Dritte zwei weitere Ausfälle zu befürchten. Trainer Dietmar Kühbauer gab eine erste Einschätzung zum Zustand der angeschlagenen Spieler und zeigt sich bei Sascha Horvath zuversichtlich.

Bitter für LASK-Leistungsträger George Bello, der laut Aussage von seinem Trainer Dietmar Kühbauer wohl beim Heimspiel-Highlight in der Königsklasse gegen den FC Liverpool definitiv nicht zur Verfügung stehen wird.
Neun Partien in 28 Tagen für LASK
Der LASK hat den Restart in der Bundesliga-Saison 2026/27 nach der Länderspielpause mit einer 0:2-Heimniederlage gegen den SK Rapid verpatzt. Damit beträgt der Rückstand der Oberösterreicher auf den Tabellenführer aus Hütteldorf bereits fünf Punkte. Ausgerechnet vor einer besonders fordernden Phase der Saison drohen nun weitere personelle Engpässe.
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In den kommenden vier Wochen stehen für die Linzer bewerbsübergreifend acht Spiele, ergo jeweils zwei Begegnungen pro Woche auf dem Programm. Rechnet man das heutige Duell mit Rapid mit ein, absolvieren die Athletiker neun Partien innerhalb von nur 28 Tagen. Umso schwerer wiegen die Verletzungen von George Bello und Moses Usor, die beide gegen die Hütteldorfer angeschlagen vom Feld mussten.
Bello fehlt wohl gegen FC Liverpool – Fragezeichen bei Usor
Für George Bello kommt die Champions-League-Heimspielpremiere des LASK mit dem Liverpool am Mittwoch (18:45 Uhr, Ligaportal-LIVETICKER) aller Voraussicht nach zu früh. Der 24-jährige US-Nationalspieler mit nigerianischer Abstammung wurde gegen Rapid nach 61 Spielminuten ausgewechselt.
Chefrainer Dietmar Kühbauer meinte nach Spielende bei Sky: „Beim George hat man eine Muskelverletzung gesehen. Das wird am Mittwoch garantiert nicht gehen. Ich hoffe, dass es halt keine richtig schwere Muskelverletzung ist“
Auch bei Moses Usor ist die Situation noch unklar. Der Offensivspieler konnte nach seiner Einwechslung lediglich zwölf Minuten mitwirken, ehe der nigerianische Nationalspieler das Feld wieder verließ. Kühbauer meint: „Beim Mo ist es so, dass es beim Schultergelenk etwas lädiert ist. Ich hoffe, dass es nicht zu lange dauert“.

Kapitän Horvath gibt Anlass zur Zuversicht
Weniger besorgt zeigt sich Kühbauer mit Blick auf Kapitän Sascha Horvath. Der 30-jährige Mittelfeldspieler hatte das ÖFB-Team zuletzt aufgrund körperlicher Probleme vorzeitig verlassen, stand gegen Rapid aber über die gesamte Spielzeit auf dem Platz. „Der Assistenztrainer hat mit ihm geredet und er hat nicht gesagt, dass der Oberschenkel ein großes Thema ist. Ich gehe davon aus, dass es kein Problem ist“, so Kühbauer.
Die personelle Lage bleibt dennoch ein sensibles Thema. Aufgrund des dichten Spielplans könne sich der LASK angesichts seiner aktuellen Kaderstärke kaum zusätzliche Ausfälle leisten, betonte der 55-jährige Burgenländer sinngemäß. Kühbauer: „Wie es der Teufel will, hast du heute zwei Verletzte.“
Trotz der schwierigen Ausgangslage richtet sich der Blick der Linzer auf die bevorstehenden Aufgaben. Die Herausforderungen sind groß, doch die Teilnahme an der Champions League ist für den LASK-Erfolgscoach zugleich ein Privileg, auf das wohl kaum ein Verein freiwillig verzichten würde.
Siehe auch:
LASK gegen SK Rapid „zu passiv und energielos“
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Fotocredit: Gepa-Admiral