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Berlin – Wenn Hollywoodstars Bücher veröffentlichen, sind es oft Memoiren über ihr Leben oder Biografien über ihre Karriere. Haley Lu Richardson (31) macht es anders. Die US-Schauspielerin (u. a. „The White Lotus“) hat einen Gedichtband geschrieben mit einem Titel, der sofort auffällt: „I’m Sad and Horny“. Auf Deutsch: „Ich bin traurig und geil“. Im BILD-Interview erklärt sie, warum sie ihre Gefühle unter diesem ungewöhnlichen Titel aufgeschrieben hat.

Schnappschuss mit Buch: Haley Lu Richardson posiert mit ihrem Gedichtband „I’m Sad and Horny“ – und postet das Bild selbst online auf Instagram, macht mit diesem Schnappschuss Werbung für ihre Gedichte
Foto: haleyluhoo/Instagram
Die Idee zu dem Buch entstand während der Dreharbeiten zu ihrem neuen Film „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ von Regisseur Gore Verbinski (61, „Fluch der Karibik“). Darin spielt Richardson die Figur Ingrid, die im Film körperlich auf Handys und WLAN reagiert und sogar Nasenbluten bekommt. Um sich besser auf die Rolle einzulassen, löschte die Schauspielerin, die sich selbst als „definitiv verrückt“ beschreibt, Instagram auf ihrem Handy.

Hollywood zu Gast bei BILD – bei der „Place to B“-Party 2026 im Berliner „Borchardt“ feierte der Cast von „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“: Asim Chaudhry (39), Michael Peña (50), Haley Lu Richardson, Zazie Beetz (34) und Regisseur Gore Verbinski (61, v. l.)
Foto: Tom Wagner
Gedichte statt Scrollen
Die neu gewonnene Zeit nutzte Richardson zum Schreiben. Am Set begann sie wieder intensiver, Gedichte zu verfassen. Insgesamt entstanden rund 50 Texte. „Während wir in Südafrika ‚Good Luck‘ gedreht haben, war ich etwa zu 90 Prozent weniger auf meinem Handy und in sozialen Medien. (…) Ich habe Instagram die ganze Zeit gelöscht, während ich Ingrid gespielt habe. Drei Monate lang war ich überhaupt nicht darauf.“ Also schrieb sie Gedichte.

Das Blut im Gesicht ist nur Schminke für den Film. Doch Haley Lu Richardson verriet BILD: Am letzten Drehtag bekam sie beim Abschminken plötzlich wirklich Nasenbluten
Foto: haleyluhoo/Instagram
Wenn Frauen offen über Gefühle sprechen
In ihren Gedichten verarbeitet Richardson persönliche Erfahrungen, Gefühle und Beziehungen. Daher der „traurig und geil“-Titel. Dass Frauen für emotionale Offenheit manchmal kritisch gesehen werden, kennt sie aus eigener Erfahrung. Auf die Frage, ob sie das selbst erlebt habe, sagt sie: „Ja. Von fast jedem Mann, den ich je gedatet habe (…) und sogar von Frauen, die ich in meinem Leben kenne.“

Auf eine gefährliche Mission gehen Asim Chaudhry, Juno Temple (36), Michael Peña, Sam Rockwell (57), Zazie Beetz und Haley Lu Richardson (v. l.) im Film „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“
Foto: Constantin Film Distribution GmbH
Warum ihr Buch diesen Titel trägt? Für Richardson ist die Antwort einfach: „Es ist lustig, aber auch tieftraurig.“ Über ihre Motivation sagt sie: „Ich hatte dieses Gefühl im Bauch, dass es eine unglaublich befreiende Erfahrung für mich sein würde.“ Am wichtigsten ist ihr aber etwas anderes: „Selbst wenn es nur einer Person etwas bedeutet (…) oder nur ein paar Menschen sich darin wiederfinden. Das bedeutet mir sehr viel.“
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Der Film „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ läuft seit dem 12. März in den deutschen Kinos.