Im Samstag-Solospiel der 21. Runde in der 2. Liga-Saison 2025/26 gastierte der SC Austria Lustenau beim abstiegsgefährdeten SK Sturm Graz II. Die zweite Garnitur des BL-Spitzenreiters ließ zuletzt mit einem 1:0-Coup beim FAC, wie die Lustenauer ebenfalls in den Top-Fünf, aufhorchen. Die Vorarlberger, die das Hinspiel mit 2:1 gewannen, waren also gewarnt und wollten eine Reaktion auf die 0:3-Heimniederlage am Wochenende zuvor gegen die Vienna zeigen. Was durch den 1:0-Sieg auch gelang, wodurch die Mader-Mannen bei einem Spiel weniger als Dritter nur einen Punkt hinter dem Führungsduo Admira/FAC liegen.

Der Franzose Sacha Delaye lieferte beim 1:0-Sieg von Austria Lustenau beim SK Sturm Graz II seine sechste Torvorlage in dieser Saison.
Auch diesmal ohne Mittelfeld-Motor Pius Grabher
Austria Lustenau fand mit dem fünften Auswärtsdreier wieder in die Erfolgsspur zurück. Den entscheidenden Treffer erzielte Mame Wade, beim 2:1-Hinspiel noch mit zweifachem Assist für Doppelpacker Jack Lahne erfolgreich, kurz nach dem Seitenwechsel per Kopfball .
Gäste-Cheftrainer Markus Mader hatte in Gleisdorf erneut ohne Pius Grabher auszukommen. Der Mittelfeldroutinier, der in der Vorwoche noch eine Gelbsperre abgesessen hatte, stand diesmal nicht zur Verfügung, weil angeschlagen. Im Vergleich zur vorherigen Partie gegen die Vienna rückten Mario Vucenovic, Lukas Ibertsberger und Nico Gorzel in die Startelf der Lustenauer.
Die Vorarlberger in ihren weißen Trikots tasteten sich zunächst vorsichtig in die Begegnung hinein. Nach rund zehn Minuten verzeichnete Fabian Gmeiner den ersten Abschluss, doch Sturm-Schlussmann Nils Donat war dadurch kaum gefordert. Auf der Gegenseite prüfte Thomas Gurmann den Lustenauer Defensivverbund mit einem Versuch aus etwa 15 Metern.
Für mehr Gefahr sorgte wenig später eine Standardsituation: Ibertsberger brachte den Ball an den langen Pfosten, wo Donat gerade noch klärend eingreifen konnte. Auch die anschließende Ecke hätte beinahe die Führung gebracht – Mame Wade setzte einen Hackenabschluss allerdings nur ans Außennetz. Mit zunehmender Spielzeit gewann Sturm II mehr Ballbesitz, während Lustenau vor allem auf Umschaltmomente setzte. Kurz vor der Pause verzog Vucenovic noch deutlich über das Tor, sodass es ohne Treffer in die Kabinen ging.

Blieb bereits zum achten Mal in dieser Saison ohne Gegentor: SC Austria Lustenau-Torhüter Dominik Schierl.
Wade sorgt nach Standard für die Entscheidung
Unverändert kehrten die Gäste nach dem Seitenwechsel auf den Platz zurück – und die Partie gewann sofort an Tempo. Zunächst hatten die Gastgeber Pech, als ein Abschluss aus dem Strafraum nur am Pfosten landete. SC-Coach Markus Mader reagierte darauf mit personellen Veränderungen und brachte Ibrahim Ouattara sowie Lenn Jastremski für Asumah Abubakar und Mario Vucenovic.
Nur wenig später machte sich dieser Impuls bemerkbar: Nach einem Foulspiel an Ouattara nutzte der Ländle-Klub eine Standardsituation eiskalt. Mame Wade setzte sich im Strafraum durch und vollendete eine Freistoßhereingabe per Kopfball zur 1:0-Führung (61.) für die Vorarlberger. Kurz darauf wurde der Torschütze durch Abwehrspieler William Rodrigues ersetzt.
In der Folge versuchten beide Teams, weitere Angriffsakzente zu setzen. Sacha Delaye probierte es rund zwanzig Minuten vor Schluss mit einem Freistoß aus großer Distanz. In der Schlussphase brachte Mader zudem Daniel Au Yeong und Amine Bouchenna ins Spiel. Defensiv präsentierte sich Lustenau nun äußerst stabil, ließ kaum noch Möglichkeiten zu und verteidigte den knappen Vorsprung konsequent.
Am Ende stand für die Austria ein wichtiger Auswärtserfolg, der dritte 1:0-Sieg aus den jüngsten fünf Spielen (4S, 1N) – und damit die Rückkehr auf die Siegerstraße.
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