Große KI-Entwickler wie OpenAI, Google und Meta investieren derzeit Hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau von Rechenzentren für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz. Die Nachfrage nach entsprechender Infrastruktur wächst rasant.

Nvidia-Chef Jensen Huang rechnet mit Bestellungen im Wert von mindestens einer Billion Dollar für aktuelle KI-Chipsysteme des Konzerns bis Ende 2027. Zugleich sei er überzeugt, dass die Nachfrage nach Computer-Kapazität auch noch deutlich höher ausfallen werde, sagte Huang bei der Entwicklerkonferenz GTC. Vor einem Jahr hatte der Nvidia-Chef noch Order von bis zu 500 Mrd. Dollar bis Ende 2026 für die derzeitigen Chipsysteme mit namens Blackwell und Rubin in Aussicht gestellt.

An der Börse zündeten die Neuigkeiten nur für einen Moment: Nach einem kurzen Kurssprung um rund fünf Prozent ging die Nvidia-Aktie am Abend in New York mit einem Plus von 1,65 Prozent auf 183,22 Dollar aus dem Handel.

Die neue Billionen-Marke (aktuell rund 868 Milliarden Euro) ist ein Zeichen der Zuversicht vom wichtigsten Anbieter von Halbleitern für den KI-Boom. Große KI-Entwickler wie der ChatGPT-Erfinder OpenAI, Google und der Facebook-Konzern Meta investieren gerade Hunderte Milliarden Dollar in den Aufbau von Rechenzentren für Software mit Künstlicher Intelligenz. Ein großer Teil davon fließt in Chipsysteme von Nvidia.

Einige Experten und Anleger bezweifeln, dass die gewaltigen Investitionen zurückverdient werden können. Huang ist bekannt dafür, solche Bedenken zurückzuweisen. Auch jetzt betonte er, das Problem von KI-Anbietern seien eher ungenügende Kapazitäten: Jeder Monat Verzögerung beim Ausbau koste die Unternehmen Milliarden an entgangenen Umsätzen.

Die Aufträge arbeitet Nvidia meist über einen Zeitraum von einigen Jahren ab. Im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz des Konzerns um fast zwei Drittel auf knapp 216 Milliarden Dollar. (APA/dpa)

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