Logiklücken, so groß wie das Herz von Katja Baumann
Noch hanebüchener wird’s bei Trixie (Nina Schmieder). Weil ihr Mann Mark (Marco Girnth) zurückkommt, wurden sowohl Trixie als auch dieser Handlungsstrang immer konfuser. Erst besorgte Katja Baumann einen Kaffeebecher mit der DNA von André Fabiansky (Gabriel Raab). Dann machte Trixie Katja das Geständnis, dass noch zwei weitere One-Night-Stands als Väter infrage kommen könnten. Nur Mark irgendwie eigentlich nicht. Im Telefonat bestätigte Trixie, dass sie bereits einen Test mit Marcs DNA machen ließ. Daraus müsste folgern, dass Marc nicht Karlchens Vater ist – sonst wäre es doch nicht nötig, in Fabianskys Mülltonne zu stöbern. Da klafft eine Logiklücke, so groß wie das Herz von Katja Baumann.
Eine schönere Auflösung seines Geheimnisses hätte auch Gaststar Sönke Möhring verdient gehabt, der drei Folgen lang als Friedel Gottwald die Staffel als Mann, der nach einem Gedächtnisverlust in den 80er-Jahren steckt, bereicherte. Das Rätsel um ihn wurde schwach „gelöst“. Gottwald und seine Frau Lara (Franziska Schlattner) machten einen Mountainbike-Ausflug dahin, wo Friedel verunglückte. Friedel bekam ein paar Flashbacks und verkündete: „Ich kann mich an alles erinnern. Ich weiß, was du heimlich getan hast.“ Da wusste er mehr als die Fans, die werden nicht weiter erhellt.
Kehrt Sönke Möhring in der nächsten „Frühling“-Staffel zurück?
Noch schlimmer wird’s durch Off-Katja, denn die kündet geheimnisvoll an: „Einer von beiden verschwand an diesem Tag und wurde in ‚Frühling‘ nie mehr gesehen.“ Hoffentlich sind bei diesen löchrigen Handlungskonstrukten nicht auch ein paar Fans auf Nimmerwiedersehen verschwunden.
Ein Kommentar auf einem Facebook-Fan-Account lautete jedenfalls: „Stark nachgelassen. Werde es nicht mehr anschauen.“ Auch andere Fans übten Kritik an der Sendung mit Simone Thomalla, die zuletzt über das ZDF auspackte. „Das Drehbuch war nicht wirklich gelungen“, lautete ein Kommentar bei Instagram. Ein anderer Fan schrieb von der „sinnlosesten Folge“. Ein weiterer ergänzte frustriert: „Warum bleibt so vieles offen?“ Etliche monierten auch die neue Drehbuch-Taktik, Themen über die ganze Staffel zu ziehen. „Mir hat es früher besser gefallen, wenn eine Geschichte innerhalb eines Teils abgeschlossen wurde.“
Aber natürlich sind die meisten Fans vor allem eines: treu. „Ich freu mich auf die nächste Staffel“, schrieb einer. „Nur schade, dass es so lange dauert.“ Und dann der Wunsch: „Zwei Staffeln pro Jahr wären viel schöner.“
Dabei kam die vergangene Folge von „Frühling“ noch gut bei Fans an.