In vielen deutschen Haushalten übernimmt die FritzBox die Rolle der zentralen Schnittstelle für Internetzugang, Telefonie und WLAN. Die Router des Berliner Herstellers Fritz – früher unter dem Namen AVM bekannt – gelten seit Jahren als leistungsstark und zuverlässig. Besonders aktuelle Modelle wie die FritzBox 7690 bieten hohe Geschwindigkeiten, eine übersichtliche Benutzeroberfläche und zahlreiche Zusatzfunktionen.
Hinzu kommt ein wichtiger Vorteil: Für viele Geräte stellt der Hersteller regelmäßig Sicherheits- und Funktionsupdates bereit. Welche Neuerungen derzeit besonders interessant sind und welche neuen Fritz-Produkte zuletzt auf den Markt gekommen sind, zeigt IMTEST im Überblick.
FritzBox-Updates: Neue Funktionen für viele Modelle
Ein ganzer Schwung an Routern hat zuletzt Updates auf die Firmware-Versionen FritzOS 8.20, 8.21 und 8.22 erhalten, darunter sowohl Modelle für DSL-, Kabel- und Glasfaseranschlüsse als auch Geräte ohne integriertes Modem:
FritzBox 7690 (FritzOS 8.22/26.02.) FritzBox 6670 Cable (FritzOS 8.21/29.01.) FritzBox 5690 Pro (FritzOS 8.22/26.02.) FritzBox 5690 XGS (FritzOS 8.20/05.02.) FritzBox 5690 (FritzOS 8.22 / 26.02.) FritzBox 5590 Fiber (FritzOS 8.20 / 12.02.) FritzBox 4690 (FritzOS 8.22/26.02.) FritzBox 4050 (FritzOS 8.21/02.02.)
Die neue Firmware bringt nicht nur Detailverbesserungen und Bugfixes, sondern erweitert das System auch um zusätzliche Funktionen. So lassen sich Smart-Home-Routinen jetzt unter anderem durch einen eingehenden Telefonanruf, das Erreichen einer definierten Zieltemperatur sowie den Boost- oder Frostschutzmodus der Heizkörperregler starten.
Neu ist außerdem die Möglichkeit, Ordner auf fritz.nas per Freigabelink zugänglich zu machen – etwa, um gemeinsam Fotos hochzuladen. Zudem verbessert das Update die Übersicht im Heimnetz und optimiert den Schutz bei Internet-Ausfällen. Alle Details zum Update finden Sie im folgenden Artikel:
>> Besseres WLAN, schlaueres Smart-Home: Neues FritzBox-Update ist da
Eine Besonderheit der Version FritzOS 8.22: Sie behebt einen Fehler, der bei Nutzung eines externen Modems sowie bei aktivierter Paketbeschleunigung zu Performance-Problemen führte. Die FritzBox 7690, 5690 Pro, 5690 und 4690 waren davon betroffen.
Fritz bringt Matter auf die FritzBox
Fritz arbeitet auch daran, sein Smart-Home-Ökosystem stärker zu öffnen. Für die FritzBox 5690 Pro ist künftig die Unterstützung des Smart-Home-Standards Matter vorgesehen. Zunächst soll die Funktion im Rahmen einer Beta-Version für das Fritz-Labor bereitgestellt werden, sodass Nutzerinnen und Nutzer sie bereits vor der offiziellen Veröffentlichung ausprobieren können.
Durch die Integration von Matter lassen sich Fritz-Smart-Home-Geräte sowie kompatible Produkte anderer Hersteller in ein gemeinsames Smart-Home-System einbinden. Das erleichtert die Zusammenarbeit mit Plattformen wie Apple Home, Google Home und Amazon Alexa und sorgt für eine bessere Vernetzung verschiedener Geräte im Haushalt. Im folgenden Artikel finden Sie alle Infos zu Matter auf der 5690 Pro:
>> Fritz bringt kompaktes Thermostat Thermo 303 – und Matter auf die FritzBox
FritzRepeater 6700 Pro mit vier WLAN-Funkeinheiten
Funkt in vier Frequenzbereichen: der FritzRepeater 6700. © FRITZ! GmbH
Auf dem MWC (Mobile World Congress, 2. bis 5. März 2026 in Barcelona) zeigte Fritz den neuen FritzRepeater 6700 Pro. Er ist auf maximale WLAN-Leistung ausgelegt: Fritz stattet das Modell mit vier Funkmodulen, insgesamt 24 Antennen und dem aktuellen WLAN-Standard Wi-Fi 7 (WLAN-be) aus. Die Funktechnik verteilt sich auf mehrere Frequenzbänder:
1 x 6 Gigahertz mit bis zu 5.760 Megabit pro Sekunde (Mbps) 2 x 5 Gigahertz mit jeweils bis zu 5.760 Mbps 1 x 2,4 Gigahertz mit bis zu 688 Mbps
Durch diese Ausstattung richtet sich der Repeater besonders an große Haushalte oder Netzwerke mit vielen gleichzeitig verbundenen Geräten. Zusätzlich lassen sich Geräte auch kabelgebunden anbinden: Dafür stehen ein 10-Gigabit-LAN-Port sowie ein weiterer LAN-Anschluss mit bis zu 2.500 Mbps zur Verfügung. Preis und Release-Datum des Repeaters hat Fritz noch nicht verraten. Hier finden Sie alle Infos zu den MWC-Neuheiten des Herstellers:
>> MWC 2026: Alle Fritz-Neuheiten im Überblick
FritzBox 6835 5G: Mobilfunkrouter mit Wi-Fi 7
Die FritzBox 6835 5G lässt sich auch per Powerbank mit Strom betreiben. © FRITZ! GmbH
Eine weitere MWC-Neuheit ist die FritzBox 6835 5G. Sie stellt die Internetverbindung über den Mobilfunkstandard 5G her und erreicht dabei Geschwindigkeiten von bis zu 2.000 Mbps im Download sowie bis zu 900 Mbps im Upload. Neben physischen SIM-Karten unterstützt der Router auch eSIMs. Die Stromversorgung erfolgt über USB-C und kann bei Bedarf sogar über eine Powerbank erfolgen.
In puncto WLAN setzt die FritzBox 6835 5G auf vier Antennen und den aktuellen Standard Wi-Fi 7. Damit sind theoretische Übertragungsraten von bis zu 3.500 Mbps möglich – bis zu 2.880 Mbps im 5-Gigahertz-Band sowie bis zu 688 Mbps im 2,4-Gigaherz-Band. Preis und Erscheinungsdatum der 6835 5G sind noch nicht bekannt.
FritzSmart Thermo 303: Kompaktes Heizkörperthermostat
Neu und kompakt: der FritzSmart Thermo 303. © FRITZ! GmbH
Auf der Fachmesse Light + Building (8. bis 13. März 2026 in Frankfurt am Main) präsentierte Fritz neue Lösungen für ein energieeffizientes Smart Home. Mit dem FritzSmart Thermo 303 erweitert Fritz sein Smart-Home-Portfolio um einen weiteren Heizkörperregler. Das neue Modell ergänzt das bereits erhältlich Thermostat Thermo 302 und setzt auf eine besonders kompakte Bauweise. Dadurch lässt sich der Regler auch an Heizkörpern montieren, deren Ventile nur schwer zugänglich sind.
Das Thermostat ist vollständig in das Fritz-Ökosystem eingebunden und kann unter anderem über die FritzApp Smart Home eingerichtet sowie gesteuert werden. Nutzerinnen und Nutzer haben dabei die Möglichkeit, Wochenzeitpläne mit bis zu acht Schaltpunkten pro Tag zu definieren. Zusätzlich lassen sich Temperatur-Offsets festlegen und der Temperaturverlauf der vergangenen 24 Stunden abrufen. Preis und Veröffentlichungsdatum des Thermo 303 sind noch nicht bekannt.
FritzBox 6825 4G: Kompakter LTE-Router
Der kompakte LTE-Router lässt sich via USB-C mit Strom versorgen. © FRITZ! GmbH
Wer unterwegs – etwa im Camper, auf Reisen oder in einer Ferienwohnung – mehrere Geräte ohne festen Internetanschluss online bringen möchte, benötigt einen mobilen Router. Genau dafür erweitert Fritz sein Sortiment um ein neues Modell: die FritzBox 6825 4G. Der kompakte LTE-Router bringt eine Besonderheit mit, die ihn von vielen Geräten des Herstellers unterscheidet: Die Stromversorgung erfolgt über einen USB-C-Anschluss.
Beim Mobilfunk setzt die FritzBox 6825 4G allerdings nicht auf den neusten 5G-Standard, sondern auf LTE. Damit sind laut Hersteller Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 300 Mbps möglich. Eine integrierte Ausrichthilfe soll dabei unterstützen, den Router optimal zu positionieren, um den bestmöglichen Empfang zu erzielen.
Für die drahtlose Verbindung im Heimnetz nutzt das Gerät den Wi-Fi-6-Standard im 2,4-Gigahertz-Band und erreicht dabei Datenraten von bis zu 600 Mbps. Unterstützung für das 5-Gigahertz-Band (oder gar 6 Gigahertz) und den neueren Wi-Fi-7-Standard bietet das Modell nicht. Die FritzBox 6825 4G ist seit dem 3. März zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 129 Euro im Handel erhältlich. Der folgende Artikel verrät alle Details zum neuen Mobilfunkrouter:
>> FritzBox 6825 4G vorgestellt: Kompakter LTE-Router läuft per USB-C